Getreideanbaufläche stabilisiert sich weiter

19. Mai 2026, 08:14 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Weizen (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur
Weizen (Archiv)
Die Getreideanbaufläche in Deutschland wächst 2026 auf 6,03 Millionen Hektar. Das entspricht einem Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wiesbaden - Die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland bauen für das Erntejahr 2026 auf einer Fläche von 6,03 Millionen Hektar Getreide an. Das wären 108.200 Hektar oder 1,8 Prozent mehr als 2025, wie aus aktuellen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht.

Damit würde die Anbaufläche das Niveau von 2023 übertreffen, nachdem sie 2024 witterungsbedingt auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2010 gesunken war. 2025 war sie wieder um 4,4 Prozent gegenüber 2024 gestiegen. Knapp die Hälfte der Fläche (48 Prozent) machte im Jahr 2026 Winterweizen (einschließlich Dinkel) mit 2,9 Millionen Hektar aus (+1,5 Prozent gegenüber 2025).

Der Schwerpunkt des Getreideanbaus in Deutschland liegt auf Wintergetreide. Im Jahr 2026 wird Wintergetreide auf knapp 5,0 Millionen Hektar angebaut. Das sind 2,3 Prozent mehr als 2025 und entspricht 82,9 Prozent der gesamten Getreideanbaufläche. Zum Wintergetreide zählen neben Winterweizen auch Wintergerste, Roggen sowie Triticale (Weizen-Roggen-Kreuzung). Nach den Schätzungen für die Erntesaison 2026 wird für Wintergerste eine Anbaufläche von 1,26 Millionen Hektar (+4,3 Prozent) genutzt, für Roggen 533.600 Hektar (+0,8 Prozent) und für Triticale 301.500 Hektar (+4,8 Prozent).

Mit einer Anbaufläche von 1,03 Millionen Hektar (-0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr) wird Sommergetreide in Deutschland im Vergleich zum Wintergetreide in wesentlich geringerem Umfang angebaut. Die landwirtschaftlichen Betriebe bestellten für Körnermais (einschließlich Corn-Cob-Mix) eine Anbaufläche von 505.900 Hektar (+3,3 Prozent), für Sommerweizen 50.500 Hektar (+5,9 Prozent) und für Hafer 189 900 Hektar (+1,5 Prozent). Lediglich die Anbaufläche von Sommergerste sinkt auf 287.100 Hektar, das sind 25.800 Hektar beziehungsweise 8,2 Prozent weniger als im Erntejahr 2025.

Für Silomais wird in der Erntesaison 2026 voraussichtlich eine Anbaufläche von 1,93 Millionen Hektar genutzt, sie liegt damit in etwa auf dem Vorjahresniveau (-1,4 Prozent). Für Winterraps beträgt die Anbaufläche 1,14 Millionen Hektar und steigt damit gegenüber 2025 um 53.500 Hektar (+4,9 Prozent). Bei den Hackfrüchten wird ein Rückgang der Anbaufläche erwartet. Kartoffeln werden voraussichtlich auf einer Fläche von 280.400 Hektar angebaut. Das sind 21.400 Hektar beziehungsweise 7,1 Prozent weniger als im Erntejahr 2025. Die Anbaufläche für Zuckerrüben beträgt voraussichtlich 338.700 Hektar und geht damit um 48.700 Hektar oder 12,6 Prozent zurück.

Hülsenfrüchte nehmen einen vergleichsweise kleinen Teil der Ackerfläche ein. Für das Erntejahr 2026 wird ein Anstieg der Anbauflächen erwartet: Die Anbaufläche von Erbsen zur Körnergewinnung steigt 2026 den Schätzungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent auf 147.400 Hektar, die Anbaufläche von Ackerbohnen um 5,9 Prozent auf 70.300 Hektar sowie die von Sojabohnen um 17,8 Prozent auf 51.000 Hektar.

Wirtschaft / Deutschland / Nahrungsmittel / Getreideanbau / Landwirtschaft / Destatis / Winterweizen
19.05.2026 · 08:14 Uhr
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