Gerangel um Begnadigung: Trump und Netanjahu im Fokus

Das politische Tauziehen um die mögliche Begnadigung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine neue Wendung erfahren. Nachdem der israelische Staatspräsident Izchak Herzog auf den Antrag von Netanjahu um Begnadigung noch keine Entscheidung verkündet hat, sorgten Aussagen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für Verwirrung.
Trump hatte bei einem Treffen in Florida angedeutet, dass eine Begnadigung auf dem Weg sei, da ihm dies Herzog selbst in einem Gespräch bestätigt habe. Herzogs Büro widersprach jedoch deutlich dieser Darstellung und betonte, seit Einreichung des Begnadigungsantrags habe es keinerlei Gespräche zwischen Trump und Herzog gegeben.
Ein Gespräch mit einem Vertreter Trumps vor einigen Wochen habe lediglich dazu gedient, die gesicherte Einhaltung der Verfahren zu betonen, so das Präsidialamt. Während das juristische Verfahren gegen Netanjahu aufgrund von Anklagen wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit andauert, bleiben Zeitpunkt und Richtung einer Entscheidung unklar. Trotz Trumps wiederholter Aufrufe zur Begnadigung bezieht sich Herzog auf Israels Souveränität und betont, dass man das eigene Justizsystem respektiere.

