Gea Group auf Erfolgskurs: Wachstum im dritten Quartal trotz Herausforderungen
Der Anlagenbauer Gea Group setzt seinen Erfolgskurs fort und sieht sich im Einklang mit den erst kürzlich angehobenen Zielen für 2025. Nach einem beeindruckenden dritten Quartal steigerten sich Auftragseingang, Umsatz und Gewinn, wobei das operative Ergebnis die Erwartungen dank gestiegener Margen im Dienstleistungsgeschäft übertraf. „Beim Auftragseingang verzeichnen wir in sämtlichen Größenordnungen ein signifikantes Wachstum“, ließ Gea-Chef Stefan Klebert verlauten. Der neugekrönte Dax-Konzern bestätige damit seine ambitionierten Jahresziele uneingeschränkt.
Die gehandelten Gea-Aktien zeigten sich schwankend, verloren aber bis zum späten Vormittag 0,8 Prozent und notierten bei 60,70 Euro. Dennoch verzeichnete der Kurs seit Jahresbeginn einen beeindruckenden Zuwachs von 27 Prozent.
Rizk Maidi von Jefferies bilanziert das Quartal als erfolgreich, auch wenn der Umsatz leicht unter den Erwartungen blieb. Das bereinigte operative Ergebnis hingegen übertraf diese um zwei Prozent. Regional punktete Gea besonders in Nordamerika, im deutschsprachigen Raum und in Nord- und Mitteleuropa. Einsparungen in anderen Gebieten konnten überkompensiert werden, und Bestellungen für Melktechnik sowie Lebensmittels- und pharmazeutische Verarbeitungsanlagen florierten. Der Auftragseingang wuchs um 5,5 Prozent im Vorjahresvergleich auf rund 1,37 Milliarden Euro, während der Auftragsbestand zum Quartalsende 3,1 Milliarden Euro betrug.
Der Umsatz kletterte innerhalb der drei Monate um 1,2 Prozent auf nahezu 1,37 Milliarden Euro. Dabei stieg das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um fast sieben Prozent auf 231,7 Millionen Euro, angeführt durch positive Service- und Neumaschinen-Margeneffekte. Die entsprechende Marge legte von 16,1 auf 17,0 Prozent zu, und der Nettogewinn verbesserte sich um nahezu 8 Prozent auf 120,8 Millionen Euro.
Gea plant für das laufende Jahr ein organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent und strebt eine operative Marge von 16,2 bis 16,4 Prozent an.
Trotz der protektionistischen Zollpolitik der USA zeigt sich Gea-Chef Klebert gelassen. Nordamerika als wichtiger Absatzmarkt bleibt stabil, und Gea gelingt es, eventuelle Zollkosten direkt an die Kunden weiterzugeben. Dazu tragen insbesondere Anlagenlösungen bei, für die es keine direkten amerikanischen Alternativen gibt.
Gea ist spezialisiert auf Anlagenlösungen für Branchen wie Agrar, Lebensmittel, Getränke und Pharma. Dazu gehören beispielsweise Bierbrauereianlagen, Zentrifugaltechnik, Melkroboter und Gefriertrocknungsanlagen. Die Wurzeln des Unternehmens reichen dabei auf die mehr als 100 Jahre alte Gesellschaft für Entstaubungs-Anlagen zurück.

