Für wie viel kann ich meine Immobilie verkaufen?
Warum der richtige Angebotspreis oft entscheidender ist als der höchste Wunschpreis
Püttlingen, 07.06.2026 (lifePR) - „Für wie viel kann ich mein Haus verkaufen?“ – „Welcher Angebotspreis ist realistisch?“ – oder: „Warum bewertet ein Makler meine Immobilie niedriger oder höher als ein anderer?“
Diese Fragen gehören zu den häufigsten Anliegen von Eigentümern, die ihre Immobilie verkaufen möchten. Gerade in einem Marktumfeld, in dem Finanzierungskosten, Nachfrage und regionale Unterschiede eine große Rolle spielen, kann die richtige Preisstrategie entscheidend sein.
Denn beim Immobilienverkauf geht es nicht nur darum, den höchstmöglichen Preis aufzurufen – sondern darum, eine Immobilie marktgerecht, finanzierbar und erfolgreich zu vermarkten.
Wie finde ich den richtigen Angebotspreis für meine Immobilie?
Eine professionelle Immobilienbewertung besteht aus deutlich mehr als einer groben Einschätzung nach Quadratmetern oder Online-Rechnern.
Lage, Mikrolage, Zustand der Immobilie, Grundstücksgröße, energetischer Zustand, Modernisierungen, Nachfrage im jeweiligen Marktumfeld und vergleichbare Verkäufe spielen eine wesentliche Rolle.
Doch ein weiterer wichtiger Punkt wird häufig unterschätzt:
Eine fachgerechte Bewertung muss sowohl wertmindernde als auch wertsteigernde Faktoren berücksichtigen.
Hierzu erklärt Karl-Heinz Wild von Wild Immobilien & Finanzierung:
„In meiner täglichen Arbeit sehe ich häufig, dass Eigentümer verständlicherweise den möglichst höchsten Verkaufspreis erzielen möchten. Gleichzeitig sollte eine Bewertung aber immer realistisch und nachvollziehbar erfolgen. Es geht nicht darum, einen Preis schönzurechnen, sondern den Marktwert möglichst fachgerecht einzuschätzen.“
Warum unterscheiden sich Immobilienbewertungen manchmal deutlich?
Ein Satz, den Immobilienmakler Karl-Heinz Wild nach eigener Aussage regelmäßig hört:
„Aber Ihr Maklerkollege hat einen deutlich höheren Angebotspreis genannt.“
Für Eigentümer sei dies zunächst nachvollziehbar, schließlich gehe es häufig um erhebliche Vermögenswerte.
Dennoch könne ein besonders hoher Angebotspreis nicht automatisch bedeuten, dass dieser am Markt auch tatsächlich erzielbar sei.
„Entscheidend ist nicht, wer den höchsten Preis nennt, sondern welcher Preis realistisch, marktgerecht und am Ende auch finanzierbar ist“, erklärt Wild.
Welche Faktoren erhöhen oder senken den Immobilienwert?
Eine seriöse Marktwerteinschätzung berücksichtigt nicht nur offensichtliche Daten wie Wohnfläche oder Baujahr.
Ebenso wichtig ist die fachgerechte Einschätzung möglicher wertmindernder Faktoren, beispielsweise:
- Modernisierungsbedarf
- Instandhaltungsstau
- Feuchtigkeitsschäden
- technische oder energetische Mängel
- notwendige Investitionen in Dach, Fenster, Heizung oder Elektrik
Dazu zählen – je nach Objekt und Nachfrage – beispielsweise:
- hochwertige Kamine oder wasserführende Heizsysteme
- Schwimmbäder oder Wellnessbereiche
- energetische Modernisierungen
- exklusive Materialien und hochwertige Ausstattung
- besondere Außenanlagen oder technische Besonderheiten
Kann ein zu hoher Angebotspreis schädlich sein?
Viele Eigentümer verfolgen zunächst eine nachvollziehbare Strategie:
„Wir starten einfach etwas höher – reduzieren können wir später immer noch.“
Doch genau hier könne – abhängig von Marktlage und Immobilie – eine Herausforderung entstehen.
Denn unterschiedliche Käufergruppen reagieren unterschiedlich auf Preisniveaus.
Ein deutlich über dem Markt angesetzter Angebotspreis könne dazu führen, dass bestimmte Interessenten die Immobilie gar nicht erst in Betracht ziehen. In einigen Fällen bleibe eine Immobilie dadurch länger sichtbar am Markt.
Je länger eine Immobilie angeboten werde, desto häufiger stelle sich bei Interessenten die Frage:
„Warum wurde die Immobilie bislang nicht verkauft?“
Dies könne sich – je nach Einzelfall und Marktumfeld – auf die Vermarktungsdauer und unter Umständen auch auf den später erzielbaren Verkaufspreis auswirken.
Warum bewertet die Bank eine Immobilie oft anders?
Ein Punkt, der im Verkaufsprozess häufig unterschätzt wird:
Auch Banken bewerten Immobilien unabhängig vom Kaufpreis.
Selbst wenn sich Käufer und Verkäufer auf einen Preis einigen, erfolgt durch die finanzierende Bank in der Regel eine eigene Einschätzung des Objektes. Daraus wird unter anderem der sogenannte Beleihungswert abgeleitet.
Liegt ein Kaufpreis deutlich über dieser bankinternen Einschätzung, könne dies Auswirkungen auf die Finanzierung haben – etwa durch höheren Eigenkapitalbedarf.
„Eine Immobilie sollte nicht nur verkaufbar sein – sondern auch finanzierbar. Deshalb halte ich eine realistische Marktpreiseinschätzung für besonders wichtig“, erklärt Wild.
Geht es bei der Immobilienbewertung darum, wer am meisten bietet?
Nach Ansicht von Karl-Heinz Wild sollte die Frage nicht lauten:
„Welcher Makler nennt den höchsten Preis?“
Sondern vielmehr:
„Welcher Angebotspreis ermöglicht eine professionelle, marktgerechte und erfolgreiche Vermarktung?“
Ziel sei aus seiner Sicht ein Ergebnis, bei dem Verkäufer, Käufer und Finanzierung am Ende zusammenpassen.
„Eine gute Vermarktung bedeutet für mich, einen realistischen Marktpreis zu finden – damit ausreichend Nachfrage entsteht, die Immobilie marktgerecht positioniert ist und am Ende alle Beteiligten zufrieden sind.“
Was sollten Eigentümer vor dem Immobilienverkauf beachten?
Wer seine Immobilie verkaufen möchte, sollte den Angebotspreis nicht ausschließlich auf Basis von Wunschvorstellungen oder Einzelmeinungen festlegen.
Eine fachgerechte Marktwerteinschätzung unter Berücksichtigung aller wertbeeinflussenden Faktoren kann helfen, Fehlentscheidungen zu vermeiden und eine sinnvolle Vermarktungsstrategie zu entwickeln.
Weitere Informationen rund um Immobilienverkauf, Marktpreise und Vermarktung erhalten Eigentümer bei Wild Immobilien&Finanzierung im Saarland.


