Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt bleibt hinter Erwartungen zurück
Die saisonale Erholung auf dem deutschen Arbeitsmarkt zeigt sich in diesem Jahr überraschend schwach. Nach nur minimalen Verbesserungen im März und April sank die Anzahl der Arbeitslosen im Mai gerade einmal um 12.000 auf insgesamt 2,919 Millionen Personen. Diese Zahl liegt um 197.000 höher als im Vorjahr, so die Bundesagentur für Arbeit mit Sitz in Nürnberg. Parallel dazu verzeichnete die Arbeitslosenquote einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent auf nunmehr 6,2 Prozent.
Während die Importpreise in Deutschland erstmals seit Oktober rückläufig sind und im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent gefallen sind, zeigen sich europäische Bürger zunehmend unzufrieden mit der wirtschaftlichen Situation. Laut der 'Eurobarometer'-Umfrage bewerten 57 Prozent der deutschen Bevölkerung die wirtschaftliche Lage in der EU als ungünstig, ein Anstieg um vier Prozentpunkte seit dem Herbst.
Christine Lagarde plant indessen nicht, ihre Rolle als Präsidentin der Europäischen Zentralbank vorzeitig für eine Position beim Weltwirtschaftsforum aufzugeben. Sie bleibt fest entschlossen, ihre Amtszeit vollständig zu absolvieren, wie eine Sprecherin der EZB der 'Financial Times' mitteilte.
Ein weiteres spannendes Handelsgeschehen ist die EU-Initiative auf ein Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, wobei Themen wie Zölle, Dienstleistungen und erneuerbare Energien im Fokus der Verhandlungen stehen.
Unterdessen ist die EU fest entschlossen, ihr Klimaziel für 2030 in greifbare Nähe zu rücken. Wenn die aktuellen Politikmaßnahmen und Vorschriften vollständig umgesetzt werden, könnte eine Emissionsreduktion von etwa 54 Prozent im Vergleich zu 1990 erreicht werden. Weitere Entwicklungen tangieren Syrien, wo die EU nach dem Sturz von Baschar al-Assad ihre Wirtschaftssanktionen aufgehoben hat, um den Wiederaufbau zu fördern.
Auch in der Eurozone richten sich Blicke auf die Inflationserwartungen, welche im April weiter zulegten. Verbraucher erwarten eine Inflation von 3,1 Prozent innerhalb der nächsten zwölf Monate, ein Rekordwert seit Februar 2024. Gleichzeitig erleben europäische Firmen in China eine gedämpfte Stimmung, wobei lediglich 29 Prozent von positivem Wachstumspotential für die nächsten zwei Jahre ausgehen.

