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Das 20-Milliarden-Desaster: Warum Goldman Sachs wirklich vor Apple flieht

10. Januar 2026, 09:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Das 20-Milliarden-Desaster: Warum Goldman Sachs wirklich vor Apple flieht
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Goldman Sachs gibt auf: JP Morgan übernimmt die Apple Card und 20 Mrd. Dollar Guthaben. Ein analytischer Blick auf den Deal.
Goldman Sachs beendet seine Beteiligung an der Apple Credit Card und überträgt sie an JP Morgan Chase, um das Privatkundengeschäft aufzugeben.

Goldman Sachs kapituliert endgültig vor dem Massenmarkt.

Die prestigeträchtige Wall-Street-Instanz reicht die Apple Credit Card an JP Morgan Chase weiter und beendet damit eines der prominentesten Missverständnisse der jüngeren Bankengeschichte.

Es geht um ein gewaltiges Volumen von über 20 Milliarden Dollar an Kartenguthaben, das nun die Bilanz des größten US-Geldhauses stärken soll.

JP Morgan zementiert mit diesem Schachzug seine absolute Marktmacht

Für JP Morgan ist dieser Deal mehr als nur eine Portfolio-Erweiterung.

Die Übernahme der Apple-Portfolios festigt die ohnehin dominante Position von Chase im hart umkämpften amerikanischen Kreditkartengeschäft massiv.

Während Mastercard als technischer Abwickler im Hintergrund verbleibt, liegen das finanzielle Risiko und die Ertragschancen künftig allein bei JP Morgan. Die Bank setzt darauf, die Apple-Kunden profitabler managen zu können, als es Goldman Sachs in den vergangenen Jahren gelungen ist.

Für Goldman Sachs endet der teure Ausflug in das Privatkundengeschäft

CEO David Solomon zieht die Reißleine und beendet das Experiment "Main Street".

Der Ausstieg markiert das faktische Ende der Ambitionen von Goldman, eine Bank für jedermann zu sein. Die Bilanzkosmetik beginnt sofort: Der Deal soll den Gewinn von Goldman im vierten Quartal 2025 rechnerisch um etwa 46 Cent pro Aktie steigern.

Möglich wird dies primär durch die Auflösung von Rückstellungen für Kreditausfälle in Höhe von 2,48 Milliarden Dollar.

Doch die Wahrheit ist teuer erkauft.

Den aufgelösten Rückstellungen stehen Belastungen der Nettoerlöse von 2,26 Milliarden Dollar sowie direkte Transaktionskosten von 38 Millionen Dollar gegenüber.

Die Aufsichtsbehörden haben bei der Übernahme das letzte Wort

Der Deal ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Beide Finanzgiganten rechnen mit einer langwierigen Prüfung durch die Regulatoren und erwarten den formalen Abschluss erst in rund zwei Jahren.

JP Morgan bereitet sich bereits buchhalterisch vor und plant, im vierten Quartal 2025 seinerseits 2,2 Milliarden Dollar für mögliche Kreditverluste zurückzulegen.

Die 2019 gestartete Partnerschaft zwischen Apple und Goldman scheiterte letztlich an der Realität des Konsumentenkreditmarktes, der andere Gesetzmäßigkeiten verlangt als das Investmentbanking.

Apple bleibt ein schwieriger Partner, doch JP Morgan wettet darauf, dieses Risiko besser kontrollieren zu können als die kapitulierende Konkurrenz.

Finanzen / Märkte / Goldman Sachs / JP Morgan Chase / Apple Credit Card / Kreditkarten / Banken
[InvestmentWeek] · 10.01.2026 · 09:00 Uhr
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