Fed enttäuscht Wall Street: Indizes geben nach
Die jüngsten Kommentare von US-Notenbankchef Jerome Powell sorgten an den Börsen für lange Gesichter. Trotz einer weiteren Zinssenkung durch die Federal Reserve, einer Maßnahme, die im Vorfeld weitgehend erwartet wurde, enttäuschten Powells Äußerungen viele Anleger, die auf klarere Signale gehofft hatten. Im Kern seiner Aussage stand die Warnung, dass die kurzfristigen Inflationserwartungen derzeit ansteigen und eine Zinssenkung im Dezember keineswegs garantiert sei.
Diese Unsicherheit ließ den Dow Jones Industrial und den S&P 500 ins Minus drehen, nachdem sie zunächst auf Rekordhöhen geklettert waren. Schlagartig stagnierte ihre Entwicklung, was das ohnehin fragile Anlegervertrauen weiter erschütterte. Zudem führte Powells Rhetorik zu einem markanten Anstieg der Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen.
Die Euro-Dollar-Dynamik geriet ebenfalls aus dem Gleichgewicht, wobei der Euro gegenüber dem US-Dollar an Boden verlor. Während die Fed im zweiten Mal in diesem Jahr den Leitzins herabsetzte, bleibt mit Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abzuwarten, wie die Märkte langfristig reagieren werden.

