Solv Protocol wechselt nach KelpDAO-Hack zu Chainlink CCIP

Die auf Bitcoin fokussierte DeFi-Plattform Solv Protocol hat angekündigt, vollständig auf das Chainlink Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) umzusteigen. Diese Entscheidung ist Teil einer aktualisierten Sicherheitsstrategie für Cross-Chain-Transaktionen.
Der Wechsel betrifft Bitcoin-bezogene Vermögenswerte im Wert von über $700 Millionen, die in SolvBTC und xSolvBTC gehalten werden.
Solv beendet Unterstützung für LayerZero-Bridges
Im Rahmen der Umstellung wird Solv die Unterstützung für LayerZero-Bridges für SolvBTC und xSolvBTC auf Corn, Berachain, Rootstock und TAC einstellen. Die Plattform erklärte, dass sie ihr Risiko bei der bestehenden Bridge-Infrastruktur reduzieren und ihre Infrastruktur auf Chainlink CCIP standardisieren möchte.
Solv bezeichnete Cross-Chain-Bridges als einen der risikoreichsten Bereiche im dezentralen Finanzwesen und wies darauf hin, dass Schwachstellen in der Bridge-Infrastruktur erhebliche systemische Risiken für den Sektor darstellen können. Die Plattform führte eine vollständige Überprüfung der verfügbaren Cross-Chain-Interoperabilitätslösungen durch, bevor sie sich für Chainlink CCIP entschied.
Johann Eid, Chief Business Officer von Chainlink Labs, kommentierte die Entwicklung:
“We are proud to work with the Solv team and support their migration to Chainlink CCIP as the standardized way that their wrapped Bitcoin assets are securely transferred cross-chain. Solv’s migration to CCIP reflects a broader shift across the DeFi industry of leading protocols adopting Chainlink to deliver the highest level of security required to bring the next billion users onchain.”
Folgen des LayerZero-Hacks vertiefen sich
Die Entscheidung von Solv Protocol, seine Cross-Chain-Infrastruktur auf Chainlink umzustellen, erfolgt wenige Wochen nach dem massiven Exploit am 18. April, bei dem KelpDAO, das auf LayerZero-Technologie basiert, Verluste von etwa $292 Millionen erlitt. Der Angreifer, der Berichten zufolge mit der nordkoreanischen Lazarus-Gruppe in Verbindung steht, soll Schwächen in der LayerZero-Infrastruktur ausgenutzt haben, wie aus öffentlichen Erklärungen von KelpDAO hervorgeht.
Das DeFi-Protokoll wies Behauptungen von LayerZero Labs zurück, dass der Vorfall auf ein spezifisches Konfigurationsproblem bei KelpDAO zurückzuführen sei. Kelp argumentierte, dass die Einrichtung den offiziellen Dokumentationen von LayerZero folgte und ein Standardmodell darstellte, das von vielen Anwendungen im Ökosystem genutzt wird.
Kelp behauptete weiter, dass LayerZero’s DVN gefälschte Transaktionen im Wert von über $100 Millionen signierte, bevor das Protokoll seine Verträge pausierte und weitere Verluste verhinderte. LayerZero räumte in seinem Nachbericht ein, dass Angreifer Zugang zu RPC-Endpunkten erhielten, die mit seinem DVN verbunden waren, und mehrere Knoten während eines sogenannten RPC-Spoofing-Angriffs kompromittierten.
Nach dem Exploit kündigte KelpDAO Pläne an, von LayerZero’s OFT-Standard wegzugehen und rsETH auf das CCIP-Framework von Chainlink umzustellen.

