Europäische Kommission startet Überprüfung der Krypto-Regeln, während Euro-Stablecoin-Projekt Unterstützung gewinnt

Angesichts der sich wandelnden Marktdynamik und des Drucks, Europas Position in der globalen Kryptoökonomie zu stärken, hat die Europäische Kommission (EK) eine Überprüfung ihres wegweisenden Krypto-Rahmenwerks eingeleitet, um mit der sich entwickelnden Landschaft digitaler Vermögenswerte Schritt zu halten.
EK eröffnet Überprüfung der EU-Krypto-Regeln
Am Mittwoch startete die Europäische Kommission eine Konsultation zur Funktionsweise des regulatorischen Rahmens der Europäischen Union (EU) für Krypto-Assets, der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA). Die Regulierungsbehörde sucht Feedback von Interessengruppen und der Öffentlichkeit, ob der aktuelle Rahmen noch zweckmäßig ist, da sich die Kryptomärkte und die breitere politische Landschaft seit Inkrafttreten im Jahr 2024 weiterentwickelt haben.
Laut der Ankündigung bewertet die Kommission, ob Aktualisierungen des Rahmens erforderlich sind, um die sich entwickelnde Landschaft widerzuspiegeln. Die Konsultation zielt darauf ab, Meinungen zu den Kernkomponenten von MiCA einzuholen, mit einer öffentlichen Konsultation für Einzelpersonen und einer gezielten Konsultation, die sich mit technischeren und rechtlichen Fragen befasst.
Die gezielte Konsultation richtet sich an Interessengruppen, darunter Krypto-Emittenten und Dienstleister, Finanzinstitute, Technologieunternehmen, akademische Einrichtungen, Think Tanks, Branchenverbände, Verbrauchergruppen und EU-Behörden. Die Konsultation bleibt bis zum 31. August geöffnet, wobei das Feedback die zukünftige Politik der Kommission zu digitalen Vermögenswerten beeinflussen wird. Dieser Schritt erfolgt, während europäische Industriegruppen auf MiCA-Reformen drängen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Euro-denominierten Stablecoins zu steigern.
Im letzten Monat argumentierte Blockchain for Europe, eine Organisation, die internationale Blockchain-Industrieakteure in der EU vertritt, dass der MiCA-Rahmen Euro-gebundene Stablecoins sicher, aber weniger wettbewerbsfähig als ihre US-denominierten Gegenstücke mache. Daher schlug die Gruppe verschiedene Reformen der EU-Kryptogesetzgebung vor, um den regulierten Stablecoin-Markt zu verbessern und seine positive Wirkung auf die europäische Digital-Asset-Industrie zu maximieren.
Europäische Banken unterstützen Euro-Stablecoin-Initiative
Während Krypto-Manager und Gesetzgeber Bedenken hinsichtlich der Dominanz des Dollars auf dem Kryptomarkt äußern, haben sich fast 40 europäische Banken hinter Qivalis versammelt, einem Schlüsselprojekt zur Förderung von Euro-gebundenen Stablecoins. Das Qivalis-Konsortium wurde 2025 in Amsterdam gegründet und strebt die Einführung eines Euro-gebundenen Stablecoins mit einer kritischen Masse an Kreditgebern an, um Transaktionen effizienter zu gestalten, die Akzeptanz zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Digital-Asset-Marktes zu steigern.
Wie von der Financial Times berichtet, hat das Qivalis-Konsortium, das 2025 in Amsterdam gestartet wurde, die Unterstützung von weiteren 25 Kreditgebern gesichert, wodurch sich die Gesamtzahl der Banken hinter dem Projekt auf 37 erhöht. Europäische Banker sind zunehmend besorgt über die Dollardominanz auf dem Kryptomarkt, wobei viele Stablecoins für schnellere, günstigere Abwicklungen, Sicherheitenmanagement und Zahlungen erkunden. Daher unterstützen einige der größten Banken Europas das Projekt, darunter BNP Paribas, ING und UniCredit.
Jan-Oliver Sell, CEO von Qivalis, sagte der FT, dass „der europäische Souveränitätsaspekt“ im aktuellen geopolitischen Klima entscheidend sei, was es „attraktiv mache, über eine Alternative zum US-Dollar nachzudenken“. Sell enthüllte auch, dass er in Gesprächen mit mehreren nicht-europäischen Banken sei, die in Ländern tätig sind, die erhebliche Rücküberweisungen aus Europa erhalten, um dem Konsortium beizutreten, und fügte hinzu, dass Euro-gebundene Stablecoins für Aktivitäten wie grenzüberschreitende Zahlungen und sofortige Abwicklungen verwendet würden.

