Euro im Aufwind: Gemeinschaftswährung profitiert von schwächelndem Dollar
Der Euro konnte am Donnerstag einen Aufschwung verzeichnen, als er im New Yorker Handel zuletzt für 1,1686 US-Dollar gehandelt wurde. Am Vortag war der Wert noch kurzfristig unter die Marke von 1,16 US-Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs auf 1,1676 Dollar fest, nachdem er am Mittwoch noch 1,1593 Dollar betragen hatte. Für einen Dollar mussten damit 0,8565 Euro gezahlt werden, im Vergleich zu 0,8625 Euro zuvor.
Analysten führen die leichten Kursgewinne auf eine allgemeine Schwäche des Dollars zurück, die im Tagesverlauf den Euro sowie andere wichtige Währungen stützte. Die Kursbewegungen blieben allerdings in einem überschaubaren Rahmen. Seit Mitte August bewegt sich der Eurokurs in einer Bandbreite zwischen knapp 1,16 und gut 1,17 Dollar.
Die Marktteilnehmer beobachteten ferner das jüngste Protokoll der EZB-Zinssitzung von Ende Juli. Darin schätzten die meisten Vertreter der EZB die Risiken der Inflation als „weitgehend ausgewogen“ ein. Zwar wurde eine weitere Zinssenkung diskutiert, doch hielten die Protokollanten es für sinnvoller, den Einlagesatz nach insgesamt acht Senkungen bei zwei Prozent beizubehalten.
Neue Konjunkturdaten aus den USA führten zu keiner größeren Kursbewegung. Die US-Wirtschaft verzeichnete im Frühjahr stärkere Wachstumsraten durch höhere Firmeninvestitionen als erwartet. Ebenso fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geringer aus.

