Erfreuliche Umsatznachrichten bescheren Teamviewer-Kursanstieg
Die neuesten Geschäftszahlen des Softwareunternehmens Teamviewer haben bei den Anlegern für positive Resonanz gesorgt. Am Freitagmorgen verzeichneten die Aktien ein bemerkenswertes Kursplus von 6,3 Prozent und erreichten somit einen Wert von 6,10 Euro. Dies katapultierte die Papiere auf den Spitzenplatz im sonst kaum veränderten MDax, dem Börsenindex für mittelgroße Werte. Trotz eines weiteren Kursrückgangs im Oktober, ausgelöst durch eine Herabsetzung der Wachstumsziele, und einem Rekordtief von 5,38 Euro im November, gelang es den Teamviewer-Aktien nun endlich, die 6-Euro-Marke zu überwinden.
Allerdings bleibt die Bilanz für das Jahr 2025 ernüchternd: Mit einem Verlust von knapp 37 Prozent erwiesen sich die Papiere als der drittschwächste Wert im Index. Die positive Stimmung unter den Investoren speist sich aus der Mitteilung, dass Teamviewer im Jahr 2025 seine Umsatzziele erreicht habe, ohne dabei größere Enttäuschungen zu liefern. Auch der Ausblick auf eine unveränderte bereinigte operative Marge von rund 44 Prozent trug zur Zuversicht bei.
Die kanadische Bank RBC bewertet die Aktien weiterhin attraktiv und verweilt auf die solide Produktpositionierung, das Abo-Modell und die Perspektiven für den Cashflow. Analystin Wassachon Udomsilpa zeigt sich mit einem Kursziel von 16 Euro sogar sehr optimistisch. Zusätzliche Unterstützung erhielt der Kurs durch die Nachricht, dass das Schlussquartal des vor einem Jahr übernommenen Unternehmens 1E erstmals positiv verlief.
Diese Akquisition sollte das Angebot von Teamviewer in den Bereichen Fernwartung und vernetzte Geräte ergänzen. Der Start von 1E verlief jedoch schleppend, belastet durch Einsparungsmaßnahmen von US-Behörden und überraschend hohen Kundenabgängen. Diese Faktoren trugen zu dem Kursdruck im Jahr 2025 bei, nachdem die Aktien, nach einem fulminanten Börsengang 2019 zu 26,25 Euro je Papier und einem Rekordhoch 2020, unter einem kostspieligen Sponsoring-Vertrag mit Manchester United litten.

