Erdüberlastungstag alarmiert: Die verschwenderische Nutzung unserer Ressourcen
Die natürlichen Ressourcen der Erde für das Jahr 2025 sind bereits jetzt aufgebraucht, so das Global Footprint Network. Das Phänomen, als Erdüberlastungstag bekannt, zeigt die Dringlichkeit unseres gegenwärtigen wirtschaftlichen und konsumorientierten Verhaltens, warnt der WWF.
Der 24. Juli markiere den Zeitpunkt, ab dem die Menschheit ökologisch gesehen auf Kredit lebt, heißt es von Seiten des WWF. Ab diesem Datum beanspruchen wir mehr Acker- und Weideflächen, Fischgründe und Wälder, als verfügbar sind, erläutert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Auch der CO2-Ausstoß übersteigt das Maß, das von Wäldern und Ozeanen aufgenommen werden kann. Insbesondere Industriestaaten wie Deutschland rufen wegen ihres übermäßigen Lebensstils deutliche Kritik hervor.
Olaf Brandt vom BUND mahnt eindringlich, dass die derzeitige Verschwendung von Ressourcen katastrophale Folgen hat. Der Erdüberlastungstag, einst im Dezember angesiedelt, rückt seit den 1970er Jahren immer weiter nach vorn.
Brandt sieht jedoch auch Hoffnung: Mehrwegsysteme, langlebigere Elektrogeräte und deren Reparierbarkeit sind Ansätze, die den Ressourcenverbrauch mindern könnten. Das Global Footprint Network hat mehrere Maßnahmen untersucht, die den Erdüberlastungstag verschieben könnten.
Darunter ein erhöhter CO2-Preis, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Reduzierung von Autofahrten. Diese und weitere Maßnahmen könnten den Stichtag erheblich nach hinten verlagern.
Die Methode der Berechnung des Erdüberlastungstags ist vergleichbar mit Schätzungen des Bruttoinlandsprodukts, daher nicht vollständig präzise. Jährlich werden die Daten aktualisiert und verfeinert, sodass es zu nachträglichen Verschiebungen kommen kann.
Diesen Umstand verdeutlicht die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen, die eine nachhaltigere Nutzung der Ressourcen fördern.

