E-Scooter-Unfälle: Ein Rasanter Anstieg mit Nachdenklichen Konsequenzen
Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen bedenklichen Anstieg verzeichnet. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden 2024 insgesamt 11.944 Unfälle mit E-Scootern registriert, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden. Dies entspricht einem Anstieg von 26,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem 9.425 solcher Unfälle erfasst wurden. Erschütternderweise verloren 27 Personen ihr Leben bei diesen Unfällen, eine Zunahme gegenüber den 22 Toten des Vorjahres. Erheblich ist dabei, dass die meisten Verletzten und alle Todesopfer E-Scooter-Fahrer selbst waren.
Ein Blick auf die Altersverteilung zeigt, dass vor allem jüngere Menschen von diesen Zwischenfällen betroffen sind. Fast die Hälfte der verletzten Fahrerinnen und Fahrer war unter 25 Jahre alt, während 82 Prozent jünger als 45 Jahre waren. Diese Verteilung könnte durch die höhere Nutzung von E-Scootern in diesen Altersgruppen erklärt werden.
Ein alarmierender Aspekt ist der Einfluss von Alkohol: In 12,4 Prozent der E-Scooter-Unfälle fanden die Beamten berauschte Fahrerinnen und Fahrer vor. Dieser Wert liegt deutlich über dem Vergleichswert von 7,8 Prozent bei Fahrradunfällen und 5,9 Prozent bei Unfällen mit zulassungsfreien Krafträdern wie Mofas oder Pedelecs.
Trotz der steigenden Zahl der Zwischenfälle machen E-Scooter-Unfälle insgesamt nur einen kleinen Anteil des Gesamtunfallgeschehens aus. Von den 290.701 Verkehrsunfällen mit Personenschaden im Jahr 2024 waren lediglich 4,1 Prozent auf E-Scooter zurückzuführen. Dennoch ist dieser Anteil ein Anstieg um 3,2 Prozent im Vergleich zu 2023 und gibt Anlass zur Sorge.

