Dynamik schwindet: ETF-Markt zeigt gemischte Signale
Der DAX schwächelt und fällt wieder unter die Marke von 24.000 Punkten, während ein neuer Goldpreisrekord die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Trotz dieser Entwicklungen dominieren Zuflüsse in Aktien-ETFs weiterhin das Marktgeschehen, wobei vor allem Rüstungs- und Banken-ETFs im Fokus stehen.
Die Kaufaktivitäten im ETF-Handel überwiegen leicht, jedoch fehlt es an Euphorie. Holger Heinrich von der Baader Bank berichtet von einer zurückhaltenden Stimmung trotz erhöhter Umsätze, während Andreas Schröer von Lang & Schwarz betont, dass insbesondere klassische Aktien-ETFs an Dynamik verloren haben. Dennoch floriert der Handel mit Rüstungs-ETFs, Gold-ETCs und Krypto-ETNs.
Auf dem US-Markt sind der UBS Core MSCI USA und der Nasdaq-Tracker von Invesco gefragt, während der Amundi MSCI USA Ex Mega Cap eher verkauft wird. Auch im Bereich der World-ETFs zeigt sich dieses Bild. Europäische Aktien handeln mit einem leichten Kaufüberhang, wobei Großbritannien bevorzugt wird, während Frankreich eher auf der Verkaufsliste steht.
Die positive Entwicklung einiger Länder sticht hervor: Griechenland führt die Rangliste mit einem Kursplus von 46 Prozent, gefolgt von Vietnam, Spanien, Österreich und Polen. Im Gegensatz dazu verzeichnen Saudi-Arabien, Indonesien, Thailand, Indien und die Türkei deutliche Verluste.
Rüstungsaktien bleiben im Gespräch, besonders durch den Kursanstieg von Rheinmetall und die Beliebtheit des Future of Defence-ETFs. Außerdem sind der Guinness Sustainable Energy ETF sowie der Rize Sustainable Future of Food ETF stark nachgefragt. Insgesamt überstieg das von iShares verwaltete Vermögen im August die Marke von 5 Billionen US-Dollar, was ihre führende Position unterstreicht.
Gold-ETCs erleben mit dem Preisanstieg seit Mitte August einen Boom, während der Krypto-Markt, angeführt von Bitcoin, lebhaft bleibt, jedoch ohne klare Trends.

