Dow Jones reüssiert trotz zäher Konjunktur – Old Economy treibt Index an
Nach einem zunächst verhaltenen Beginn verzeichnete der Dow Jones Industrial am Donnerstag einen erfreulichen Aufwärtstrend. Im Fokus der Anleger standen insbesondere solide Titel der sogenannten Old Economy. Aktien von Schwergewichten wie Home Depot, Nike, Coca-Cola, Procter & Gamble und Merck & Co trugen maßgeblich zu einem Anstieg des Index um 0,6 Prozent auf 49.276 Punkte bei. Zuvor hatte der Dow am Mittwoch mit 49.621 Zählern einen neuen Rekord erreicht, bevor Gewinnmitnahmen die Kurse wieder nach unten führten. Doch am Donnerstag hielten sich größere Kurssprünge in Grenzen, da die Investoren gespannt auf den für Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht für Dezember blickten, der entscheidende Implikationen für zukünftige Zinsschritte bringen könnte.
Der S&P 500 zeigte sich hingegen stabil und verharrte bei 6.921 Punkten. Dagegen musste die Technologiebörse Nasdaq Verluste hinnehmen, wobei der Nasdaq 100 um 0,7 Prozent auf 25.483 Zähler fiel. Anleger nahmen Gewinne bei den zuletzt gut gelaufenen Halbleiterwerten mit.
Ein bemerkenswertes Comeback feierte der Rüstungssektor, nachdem die Kursverluste durch das von Präsident Donald Trump vorgesehene Verbot von Dividenden und Aktienrückkäufen überwunden waren. Hintergrund war die Aussicht auf ein deutlich höheres Militärbudget ab 2027, was Anlegern neue Hoffnung auf künftige Gewinne bescherte. Rüstungsriesen wie Lockheed Martin, General Dynamics, L3Harris und Northrop Grumman erlebten Kurszuwächse zwischen 2,5 und knapp 6 Prozent.
Unterdessen gerieten die Alcoa-Aktien unter Druck und verloren 3 Prozent, nachdem JPMorgan sie auf "Underweight" herabgestuft hatte. Analyst Bill Peterson sieht in seiner Prognose für bevorstehende Quartalsergebnisse besseres Wachstumspotenzial bei Kupferwerten im Vergleich zu Aluminium, was er mit einer kürzlich erreichten Bewertungshöhe von Alcoa seit Juni 2022 begründete.

