Drohnenvorfälle in Polen schüren Spannungen in der Nato
Die jüngsten Drohnenaktivitäten im polnischen Luftraum haben das sicherheitspolitische Klima in Europa weiter angespannt. Laut Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda verdeutlicht der Vorfall die zunehmende Bedrohung durch Russland, das seiner Meinung nach seine aggressiven Strategien offensichtlich ausweitet. Nauseda bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als weiteren Beweis für die russische Drohgebärde gegenüber der Nato-Ostflanke.
Auch Litauens Außenminister, Kestutis Budrys, hob die Gefährdung hervor, die von den immer wiederkehrenden Verletzungen des Nato-Luftraums durch russische Drohnen ausgehe. Budrys appellierte an das Bündnis, nicht nur Besorgnis zu zeigen, sondern auch handlungsstark zu reagieren. Eine dringende Verstärkung der Luftverteidigung entlang der anfälligen Nato-Frontlinie sei unerlässlich.
Die Drohnenüberflüge aus Russland in der Nacht auf Mittwoch erfolgten parallel zu einer russischen Angriffswelle auf die Ukraine. Der polnische Regierungschef Donald Tusk hat bestätigt, dass es sich um russische Drohnen handelte. Europeweit ist die Nervosität gestiegen, insbesondere in Litauen, Polen und den anderen baltischen Staaten, die derzeit ihre Sicherheitsvorkehrungen angesichts eines bevorstehenden russisch-belarussischen Militärmanövers in Belarus erhöhen. Gleichzeitig finden in Litauen Nato-geführte Verbundübungen statt, um die Verteidigungsbereitschaft zu sichern.

