Drohneneinsatz legt russische Erdölpipeline 'Druschba' lahm
Die ukrainische Streitkräfte melden einen Angriff auf die 'Druschba' Erdölpipeline, die Russland mit Ungarn und der Slowakei verbindet. Ziel des Angriffs war die Ölpumpstation Nikolskoje in der zentralrussischen Region Tambow. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Montag und führte zur vollständigen Einstellung des Erdöldurchflusses, wie der ukrainische Generalstab auf Telegram mitteilte.
Der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, bestätigte später den Einsatz von Drohnen bei der Operation. Eine unabhängige Prüfung der Angaben steht noch aus, jedoch ist der Schauplatz gut 320 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, was auf die operative Reichweite der Drohnentechnologie hinweist.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto kritisierte Kiew scharf und bezeichnete das Vorgehen als Angriff auf die Energiesicherheit Europas. Ukrainische Offizielle, darunter Andrij Sybiha, konterten, dass Ungarn trotz wiederholter Warnungen seine energiepolitische Abhängigkeit von Russland beibehalten hat.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warf der Ukraine vor, in ihrer Verteidigungsstrategie keinerlei Grenzen zu kennen. Seit mehr als drei Jahren kämpft die Ukraine gegen die russische Invasion und zielt dabei immer wieder auf Infrastruktur tief im russischen Gebiet. Der jüngste Angriff markiert einen weiteren Punkt in der eskalierenden Auseinandersetzung zwischen den beiden Ländern.

