Strategieunternehmen signalisiert neuen Bitcoin-Kauf, während Saylor "Back to Work" twittert

Mit Bitcoin-Kursen nahe $69.000 sitzt das Unternehmen Strategy auf einem nicht realisierten Verlust seiner umfangreichen Kryptowährungsbestände. Der Gründer zeigt jedoch keine Anzeichen, sich zurückzuziehen.
Saylors Orange Dot kehrt zurück
Michael Saylor veröffentlichte ein Bild, das seine Follower sofort erkannten: das Orange-Dot-Diagramm, das sein Unternehmen verwendet, um einen neuen Bitcoin-Kauf zu signalisieren. Der Beitrag auf X wurde mit der einfachen Bildunterschrift „back to work“ geteilt, nachdem Strategy in der Vorwoche keine Käufe getätigt hatte. Das Unternehmen wird voraussichtlich am Montag die genaue Menge der erworbenen Bitcoins bekanntgeben.
Strategy, ehemals bekannt als MicroStrategy, hält derzeit 762.099 Bitcoin. Bei den aktuellen Preisen sind diese Münzen knapp $51 Milliarden wert. Das Unternehmen zahlte durchschnittlich $75.699 pro Coin, was bedeutet, dass der aktuelle Marktpreis es um etwa 11% ins Minus bringt.
Verwässerungsrisiko überschattet die Bitcoin-Wette
Um weiterhin Bitcoin zu kaufen, verlässt sich Strategy auf den Verkauf von Aktien – sowohl Stammaktien als auch Vorzugsaktien – um Kapital zu beschaffen. Berichten zufolge hat das Unternehmen noch Milliarden von Dollar in Aktienangeboten zur Verfügung. Ein Vorzugsaktienprogramm, bekannt als STRC, brachte kürzlich genug Mittel ein, um mehr als 1.800 Bitcoin zu kaufen.
Die Berechnungen werden jedoch schwieriger zu ignorieren. Der Nettoinventarwert von Strategy ist unter 1 gesunken, was bedeutet, dass der Markt die Aktie nicht mehr über dem Wert der tatsächlich gehaltenen Bitcoin bewertet. Wenn diese Prämie verschwindet, wird es schwieriger, den Kauf der Aktie gegenüber einem direkten Bitcoin-Kauf zu rechtfertigen. Fortgesetzte Aktienverkäufe verwässern die Anteile der bestehenden Aktionäre, indem die Gesamtzahl der im Umlauf befindlichen Aktien erhöht wird.
Wenn Bitcoin auf sein Rekordhoch von $126.300 steigen würde, wäre der aktuelle Bestand des Unternehmens mehr als $96 Milliarden wert – eine Zahl, die das Verwässerungsargument für Anhänger des Handels leichter verdaulich macht.
Aktienchart zeigt Warnsignale
Das technische Bild für die Aktie von Strategy (MSTR) ist nach den meisten Standardmaßen düster. Die Aktie wurde Ende letzter Woche bei $120 gehandelt, weit entfernt von ihrem Allzeithoch von $542. Sie hat ein wichtiges Unterstützungsniveau bei $2320 durchbrochen – ein Niveau, das sie noch im März des letzten Jahres gehalten hatte.
Ein Todeskreuz hat sich im Chart gebildet, wobei der 50-Tage-Durchschnitt unter den 200-Tage-Durchschnitt gefallen ist. Die Aktie ist seit August auch unter ihrem Supertrend-Indikator geblieben, ein Muster, das unter konventioneller technischer Analyse einen anhaltenden Abwärtstrend signalisiert.

