Deutz' Vorstoß in den Verteidigungsmarkt durch Übernahme der Sobek Group
Der renommierte Motorenhersteller Deutz setzt strategisch auf Vielfalt und wagt mit dem geplanten Erwerb der Sobek Group den Schritt in den Verteidigungsmarkt. Sobek, ein Spezialist für Drohnentechnologie, ermöglicht Deutz den Zutritt zu diesem schnell wachsenden Sektor und eröffnet neue Möglichkeiten jenseits der traditionellen Antriebe.
Sebastian C. Schulte, der Vorstandsvorsitzende von Deutz, betonte, dass diese Expansion das Unternehmen unabhängig vom stark schwankenden Markt für Verbrennungsmotoren machen soll. Obwohl die Details des Kaufpreises ungenannt bleiben, hat Deutz klargestellt, dass die notwendigen Finanzmittel durch bestehende Kreditlinien gesichert sind.
Zudem zieht der Konzern eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital in Betracht, wobei die Bezugsrechte der Aktionäre ausgeschlossen werden könnten. Diese Maßnahme wird voraussichtlich nicht mehr als zehn Prozent des Grundkapitals ausmachen.
Sobek, das über 70 Mitarbeitende verfügt, erwartet im Jahr 2025 Umsätze im zweistelligen Millionenbereich und eine beachtliche Ebit-Marge. Sobek operiert von Standorten in Baden-Württemberg und Hessen aus und bedient trotz seiner überschaubaren Betriebsgröße verschiedene spezialisierte Sektoren, darunter Motorsport, Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik.
Hervorzuheben ist die Belieferung zahlreicher Spitzenrennställe in der Formel 1 und Formel E mit hochleistungsfähigen Pumpen. Deutz selbst, notiert im SDax und mit einem Börsenwert von über 1,2 Milliarden Euro, plant bis 2025 mit einem Umsatz zwischen 2,1 und 2,3 Milliarden Euro und einer operativen Marge von fünf bis sechs Prozent.

