Elektroauto-Dämpfer für GM: Milliardenabschreibungen trüben Geschäftszahlen
Der traditionsreiche US-Autobauer General Motors sieht sich angesichts eines schwierigen Marktumfelds zu erheblichen finanziellen Anpassungen gezwungen. Im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen Abschreibungen in Höhe von beeindruckenden 6 Milliarden US-Dollar allein im Bereich der Elektrofahrzeuge. Hinzu kommen Sonderkosten von 1,1 Milliarden Dollar, die aus notwendigen Umstrukturierungen in China resultieren. Diese Maßnahmen stehen im Kontext von sinkenden Anreizen und gelockerten Emissionsregelungen in den USA, was den Markt für Elektroautos deutlich abkühlen ließ.
Die Entwicklungen folgen auf die Entscheidung der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, eine Prämie für Elektrofahrzeuge in Höhe von 7.500 Dollar abzuschaffen. Auch die Emissionsregeln für Fahrzeuge wurden gelockert, was die Automobilindustrie zusätzlich vor Herausforderungen stellt. Der gesunkene Bedarf veranlasste GM daher zu einer Reduzierung ihrer Kapazitäten in diesem Segment.
Bereits in einem vorherigen Quartal hatte GM Abschreibungen in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar in Nordamerika vorgenommen. In China belastet der Umbau eines Gemeinschaftsunternehmens sowie laufende Rechtsstreitigkeiten die Bilanz zusätzlich. Auch Konkurrent Ford vermeldete im Dezember eine signifikante Abschreibung. Der Markt reagierte prompt: Die GM-Aktie büßte nach Börsenschluss um knapp zwei Prozent ein.

