Deutschland und Ukraine intensivieren Rüstungskooperation
Die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit im Rüstungssektor erfährt einen deutlichen Aufschwung. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) betonte bei seinem Besuch in Kiew, dass die Rüstungskooperation zwischen beiden Ländern einen bedeutenden strategischen Vorteil darstellt. Er unterstrich, dass diese Zusammenarbeit als natürliche Fortsetzung der bisherigen Materiallieferungen zu betrachten sei und dass beide Seiten davon profitieren können. Mit dem Einfallsreichtum und den Erfahrungen der Ukraine verspricht sich Deutschland, ebenfalls effizienter zu werden.
Begleitet von einer Delegation hochrangiger Vertreter deutscher Rüstungsunternehmen, plant Wadephul am Rande des Treffens, Gespräche mit ukrainischen Wirtschaftsvertretern und Entscheidungsträgern zu führen. Zudem ist ein Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj vorgesehen, an dem auch die Rüstungsvertreter teilnehmen sollen. Wadephul zeigt sich optimistisch, dass eine engere Zusammenarbeit im beiderseitigen Interesse liegt und hofft auf die Unterstützung Selenskyjs.
Wadephul kündigte an, dass man plane, neue Joint Ventures in der Rüstungsindustrie zu initiieren, um der Ukraine zukünftig eine schnellere und eigenständigere Produktion für ihre Verteidigung zu ermöglichen. Angesichts des enormen Bedarfs der Ukraine befinde man sich in einer neuen Phase der bilateralen Kooperation. Nach den bisherigen Waffenlieferungen sei nun eine stärkere Einbindung deutscher Unternehmen gefordert. Herausforderungen, wie bürokratische Hindernisse und andere Probleme, müssten jedoch noch überwunden werden.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warnte unterdessen, dass die heutigen russischen Streitkräfte im Vergleich zu 2022 erfahrener seien. Sie setzten neue Technologien auf dem Schlachtfeld ein und testeten Prototypen. Dies stelle eine Bedrohung nicht nur für die Ukraine, sondern auch für die transatlantische Sicherheit dar. Um gefährdete Städte besser schützen zu können, seien dringend neue Flugabwehrsysteme notwendig.

