Deutsche Exporte zurück auf Erholungskurs - USA als Zugpferd
Die deutschen Exporte haben im September einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt, nachdem sie über fünf Monate hinweg rückläufig waren. Mit einem beeindruckenden Exportwert von 12,2 Milliarden Euro in die USA verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Anstieg um 11,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Allerdings bleibt ein Wermutstropfen: Im Vergleich zum September des Vorjahres liegen die Exporte noch immer 14 Prozent zurück, eine Folge des bestehenden Zollkonflikts mit den USA.
Auch insgesamt konnte der deutsche Außenhandel im September eine positive Entwicklung verzeichnen. Die Exporte stiegen kalender- und saisonbereinigt um 1,4 Prozent und erreichten einen Gesamtwert von 131,1 Milliarden Euro. Die Importe wuchsen parallel um 3,1 Prozent auf 115,9 Milliarden Euro an, was zu einem Handelsüberschuss von 15,3 Milliarden Euro führte. Dieser Wert ist jedoch rückläufig im Vergleich zum Überschuss von 16,9 Milliarden Euro im August.
Besonders stark war der Handel mit europäischen Partnern, während die Exporte nach China um 2,2 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro sanken. Dies zeigt, dass sich die exportorientierte deutsche Wirtschaft, die seit geraumer Zeit unter Druck steht, langsam stabilisiert. Allerdings wird für das laufende Jahr nur ein sehr eingeschränktes Wachstum erwartet, wie führende Wirtschaftsexperten prognostizieren.

