The Relic: First Guardian verschiebt sich in den Sommer – mehr Zeit für eine ambitionierte Welt
Seit seiner Ankündigung im Jahr 2021 hat The Relic: First Guardian eine bemerkenswert ruhige, aber stetige Entwicklungsreise hinter sich. Das koreanische Studio Project Cloud Games hat die Welt von Arsiltus in jahrelanger Arbeit aufgebaut – ein dunkles Fantasie-Universum, das von koreanischen Volksmärchen durchdrungen ist und einem Soulslike-Kampfsystem eine ganz eigene kulturelle Seele verleiht. Nun hat Publisher Perp Games eine Neuigkeit bekanntgegeben, die manchen enttäuschen dürfte – aber aus gutem Grund kommt.
Warum die Verschiebung kein schlechtes Zeichen ist
Der ursprünglich geplante Veröffentlichungstermin war der 26. Mai. Diesen Termin wird The Relic: First Guardian nicht halten – das Spiel erscheint nun irgendwann im späteren Verlauf des Sommers 2026. Perp Games CEO Rob Edwards begründet die Entscheidung ohne Umschweife: Das Erstlingswerk von Project Cloud Games sei ein hochambitionierter Titel, in den Jahre an Arbeit geflossen sind. Die zusätzliche Zeit solle genutzt werden, um die Welt zu verfeinern und den Ansprüchen der Community gerecht zu werden. Das klingt nach einer Standardformulierung, ist aber im Kontext dieses Spiels durchaus ernst zu nehmen. Für ein debütierendes Studio wie Project Cloud Games ist der erste Eindruck alles. Gerade in einem Genre wie dem Soulslike, in dem präzises Kampftiming, faire Hitboxen und konsistentes Spielgefühl über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, kann ein zu früher Release fatale Konsequenzen für den Ruf eines neuen Studios haben. Besser also, etwas länger warten und dafür ein rundes Produkt abliefern.
Arsiltus, 70 Bosse und eine Welt aus Volksmärchen
Wer The Relic: First Guardian noch nicht auf dem Radar hat, dem sei kurz erklärt, worum es geht. Du übernimmst die Rolle des letzten Hüters in der einst blühenden Welt Arsiltus, die durch die Zerstörung eines mächtigen Relikts in ein Reich des Verfalls verwandelt wurde. Deine Aufgabe ist es, die Bruchstücke des Relikts aufzuspüren und die Leere zu versiegeln, die das Land zerreißt. Was das Spiel besonders macht, ist sein erzählerischer Unterbau: Jeder der über 70 Bosse – im Spiel als Brutals bezeichnet – trägt eine eigene Tragödie in sich. Einst gewöhnliche Menschen, durch Hunger, Fluch oder Verzweiflung in Monster verwandelt. Das Inventar- und Ausrüstungssystem spiegelt diese Idee wider, denn jede Waffe und jedes Rüstungsstück existiert nur einmal in der Spielwelt und besitzt eine eigene Geschichte. Fünf Waffentypen und zwölf separate Fähigkeitsbäume ermöglichen es, einen vollständig individuellen Charakter zu formen – ohne klassisches Stufensystem, dafür mit Runen, Crafting und gezieltem Fortschritt.
Nintendo Switch 2, Plattformen und nächste Schritte
The Relic: First Guardian erscheint für PlayStation 5, Xbox Series X und S sowie PC über Steam. Besonders interessant ist, dass der Titel auch für die Nintendo Switch 2 angekündigt wurde – ein technisch anspruchsvolles Vorhaben, das Perp Games VP Mickey Torode als ehrgeizigen Meilenstein für den Titel bezeichnet hat. Die Nintendo Switch 2-Version wird zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr erscheinen. Ein genauer Releasetermin für den Sommer steht bislang noch aus – wer das Spiel im Auge behalten möchte, findet es bereits auf Steam in der Wunschliste. Die Special Edition mit Steelbook, Sammlermünze, Artbook und einem In-Game-Waffenset ist ebenfalls noch in Planung und dürfte für Sammler ein attraktives Paket darstellen.


