Deutsche Bank: Rückblick und Aufarbeitung einer kritischen Geschäftsverbindung
Die Deutsche Bank hat angesichts neuer Erkenntnisse nochmals ihre einstige Geschäftsbeziehung zu Jeffrey Epstein als Fehler bezeichnet. Das Institut erkannte an, Epstein 2013 als Kunden aufgenommen zu haben, wie ein Sprecher betonte, eine Entscheidung, die es seit 2020 wiederholt getroffen wurde.
Diese Verbindung wurde 2018 aufgelöst, jedoch nicht ohne weitreichende Konsequenzen für das Institut. Epstein, der in einen weitreichenden Missbrauchsskandal verwickelt war, führte bis zu 40 Konten bei der Deutschen Bank, wie aus kürzlich veröffentlichten Dokumenten des US-Justizministeriums hervorgeht.
Diese Enthüllungen werfen ein Schlaglicht auf die umfangreichen finanziellen Aktivitäten, die über das Kreditinstitut liefen. Der Vizepräsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Klaus Nieding, forderte in der „Bild“-Zeitung eine vollständige Offenlegung der Finanzunterlagen zu Epsteins Konten. Dies solle spätestens zur Hauptversammlung im Mai 2026 erfolgen, um den Ruf der Bank zu schützen.
Die Deutsche Bank versicherte unterdessen, sie habe nach Epsteins Verhaftung 2019 umgehend die Behörden informiert und Maßnahmen zur Aufarbeitung ergriffen. Nach Angaben des Banksprechers habe das Institut erheblich in Schulungen und Kontrollen investiert, um künftige finanzkriminelle Handlungen zu verhindern. Auch der Bank-Chef Christian Sewing äußerte sich bereits 2020 und hob hervor, dass das Institut aus dieser Episode gelernt habe und bereits personelle Konsequenzen gezogen wurden.

