Händler zweifeln an bevorstehendem Waffenstillstand zwischen USA und Iran, zeigt Polymarket-Daten

Die Lage im Nahen Osten verändert sich täglich. Der Konflikt zwischen Iran, den USA und Israel wird durch regelmäßige Updates geprägt, die von Drohungen der USA, Irans Kraftwerke und kritische Infrastruktur zu zerstören, bis hin zu vorgeschlagenen Waffenstillstandsvereinbarungen reichen.
Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass die USA, der Iran sowie einige ungenannte regionale Vermittler derzeit über einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand verhandeln, der möglicherweise zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen könnte. Diese Entwicklungen führten zu einer erhöhten Volatilität des Bitcoin-Kurses, der auf über $69.000 stieg und damit ein Mehrtageshoch erreichte.
Obwohl die Wahrscheinlichkeit eines Waffenstillstands nach diesen Berichten gestiegen ist, bleiben die Vorhersagemärkte skeptisch.
Polymarket-Wahrscheinlichkeiten eines Waffenstillstands zeigen ein besorgniserregendes Bild
Auf Polymarket, einem der derzeit am meisten diskutierten Märkte mit einem Volumen von fast $100 Millionen, wird über einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran spekuliert. Nutzer können auf verschiedene Ereignisse wetten, wobei das nächste am 7. April ausläuft.
Die Wahrscheinlichkeit, dass bis dahin ein Waffenstillstand eintritt, liegt derzeit bei 4 %, was einem Anstieg von etwa 1 % innerhalb von 24 Stunden entspricht.
Das nächste Ablaufdatum ist der 15. April, und die Chancen auf einen Waffenstillstand bis dahin liegen bei etwa 19 %, ein Anstieg von etwa 11 % im Vergleich zum Vortag.
46 % der Händler glauben, dass bis zum 31. Mai eine Einigung erzielt wird, während 56 % davon ausgehen, dass dies bis zum 30. Juni der Fall sein wird.
Mit anderen Worten, selbst in den optimistischsten Szenarien glaubt nur etwa die Hälfte der Händler, dass in den nächsten zwei Monaten ein vorübergehender Waffenstillstand erreicht wird.
Marktauswirkungen
Steigende Ölpreise haben die globalen Inflationsängste verstärkt, da ein Großteil des internationalen Ölhandels durch die Straße von Hormus verläuft, die derzeit vom Iran kontrolliert wird. Dies hat zu erheblichen Turbulenzen bei risikobehafteten Anlagen geführt, wobei Indizes wie der S&P500 in den letzten Wochen Verluste hinnehmen mussten, bevor sie sich nach Deeskalationsgesprächen erholten.
Selbst in den optimistischsten Szenarien bleiben Händler unsicher, ob ein Waffenstillstand zustande kommt. Sollte dies jedoch geschehen, könnten risikobehaftete Anlagen eine Erleichterung und möglicherweise eine Erholung erfahren, wobei Bitcoin fest in dieser Kategorie verankert ist.

