Der nächste Angriff auf die Bayern – Wer wird Deutscher Meister?
Mit dem Eröffnungsspiel des Deutschen Meisters gegen die Berliner Hertha am Freitagabend startet die Bundesliga in ihre 57. Saison. Und damit stellt sich wieder die Frage nach dem kommenden Deutschen Meister. Welches Team kann den Serienmeister aus München nach 7 Titeln in Folge ernsthaft herausfordern und den insgesamt 30. Titel streitig machen? In der abgelaufenen Spielzeit wurde die Entscheidung über den Titel nach Jahren des unangefochtenen Durchmarschs erstmals wieder am letzten Spieltag zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund entschieden. Auch in der kommenden Saison sehen viele Experte die Dortmunder als den Herausforderer mit den größten Chancen – ja sogar in der Favoritenrolle.
Der BVB hat kräftig aufgerüstet
Auch wenn die Sommerstransferperiode in der Bundesliga noch bis zum 2. September geöffnet ist, lässt sich schon jetzt konstatieren, dass der BVB seine Ansprüche auf den Titel durch die gezielte Verstärkung des Kaders in der Spitze und Breite untermauert hat. Schwachstellen wie die Position des Linksverteidigers auf der der altgediente BVB-Veteran Marcel Schmelzer nicht zu überzeugen wusste, wurden mit der Verpflichtung von Nationalspieler Nico Schulz von Ligakonkurrent TSG Hoffenheim gezielt verstärkt. Hinzu kommen mit Julian Brandt von Bayer 04 Leverkusen und Thorgan Hazard von Mönchengladbach, etablierte Verstärkungen für die ohnehin schon gut besetzte Offensive hinzu. Der Abgang von Christian Pulisic zum FC Chelsea dürfte so schnell vergessen gemacht werden. Mit Mats Hummels kommt zudem ein Ex-Dortmunder vom Konkurrenten aus München zurück, der weiß wie man Titel gewinnt und die Abwehr zusätzlich verstärkt. Nicht zuletzt aufgrund der Transferausgaben von über 120 Millionen Euro, gibt der BVB selbst das Ziel Meisterschaft für die kommende Saison aus und bläst selbstbewusst zum Angriff auf die Bayern.
Schwieriger Transfersommer – Ist Bayerns Kader zu schwach
Im Gegensatz zum Herausforderer aus dem Ruhrpott verlief die Transferperiode für die Münchener alles andere als ideal. Das Theater um einen Transfer von Leroy Sané zieht sich weiterhin und ist seit der schweren Knieverletzung des Flügelstürmers fraglicher denn je. Aus diesem Grund wurde nun Ivan Perisic von Inter Mailand verpflichtet, für den es dort keine Verwendung mehr gab. Der Kroate schafft eine zusätzliche Option in der Offensive, ist aber nicht der lang erhoffte Spitzentransfer. Diese Rolle wird bisher Lucas Hernandez zuteil, der für eine neue Rekordsumme von 80 Millionen Euro von Atletico Madrid für die Innenverteidigung verpflichtet wurde. Hinzu kommen die Transfers von Jann-Fiete Arp und Benjamin Pavard. Dennoch ist der Kader mit aktuell 17 Profis für die ambitionierten Ziele des Vereins sehr schmal und benötigt weitere Verstärkungen, um bei den Mehrfachbelastungen in drei Wettbewerben um den Titel mitspielen zu können. Aus diesem Grund steht die Transferpolitik der Macher beim FC Bayern derzeit in der Kritik. Die Bayern scheinen verwundbar und wirken nicht mehr so übermächtig wie vor vergangenen Spielzeiten. Deshalb verspricht die Meisterfrage spannender zu werden als zuletzt. Jedoch ist von weiteren Transfers auszugehen. Aktuelle Gerüchte drehen sich etwa um Mario Mandzukic, Steve Bergwjin oder gar Philippe Coutinho vom FC Barcelona.
Weitere Herausforderer wollen die Großen ärgern
Der BVB und Bayern München gelten weiterhin als die Top-Favoriten auf den Titel. Wer mit Fußball Wetten bessere Quoten erzielen möchte, muss schon einen Geheimfavoriten oder Herausforderer aus der zweiten Reihe ausmachen. Wer diese identifizieren möchte kann sich auf diversen Portalen über die verschiedenen Wettanbieter hinweg informieren und wird dort feststellen, dass am ehesten RB Leipzig und Bayer Leverkusen eine Außenseiter Chance auf den Titel eingeräumt wird. Die Leipziger, schon im letzten Jahr auf dem 3. Platz, haben den Kader größtenteils zusammengehalten und punktuell verstärkt. Beispielsweise wurde Ademola Lookman, der schon in der Rückrunde 17/18 an die Leipziger ausgeliehen war, für 18 Millionen vom FC Everton verpflichtet. Der spektakulärste Transfer fand allerdings auf der Trainerposition statt, wo mit Julian Nagelsmann das wohl größte Deutsche Trainertalent neben dem Bremer Florian Kohfeldt gewonnen wurde. Es bleit jedoch abzuwarten wie der junge Trainer mit den höheren Erwartungen und den zusätzlichen Belastungen in der Champions League fertig wird.
Bayer Leverkusen geht in die erste komplette Saison mit Trainer Peter Bosz, nachdem dieser bereits in der vergangenen Rückrunde mit seinem Team angedeutet hat, welche Art von Offensivfußball er mit dem talentierten Kader spielen möchte. Zwar verließ mit Julian Brandt ein wichtiger Angreifer das Team, allerdings kamen mit Nadiem Amiri und Kerem Demirbay hungrige und talentierte Spieler von der TSG Hoffenheim hinzu, die hervorragend zu der Art Fußball passen, die der Niederländer mit der Werkself spielen möchte. Zudem konnte mit Kai Havertz das größte Talent des Deutschen Fußballs gehalten werden, trotz vielzähliger Angebote von internationalen Top-Klubs. Probleme offenbarten die Leverkusener in der Defensive. In den Testspielen der Vorbereitung hagelte es Gegentore und interne Kritik. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Leverkusen ein überraschender Angriff auf die Spitze gelingt.
Sollte ein ganz anderer Verein den Titel holen, wäre dies doch eine faustdicke Überraschung und wohl nur schwer vorherzusagen. Doch die Aussicht auf eine spannende und abwechslungsreichere Bundesligasaison sind deutlich größer als zuletzt. Fest steht, dass der neue und vielleicht auch alte Deutscher Meister spätestens am 16. Mai 2020 feststehen wird. Bis dahin hofft Fußball-Deutschland auf eine spannende Saison mit möglichst vielen Toren.


