Nexon macht Entwickler von Souls-like “The First Berserker Khazan” dicht
Eigentlich schien The First Berserker Khazan durchaus einen Achtungserfolg hinzulegen. Auf Steam erreichte das Souls-like im Anime-Stil immerhin 30.000 gleichzeitige Spieler, als es im März 2025 an den Start ging (via SteamDB). Für den koreanischen Publisher Nexon dürfte das wohl nicht gereicht haben. Berichten zufolge werden 100 Mitglieder des Entwicklungsteams von Khazan in die interne Versetzungsabteilung versetzt – Kündigungen gibt es daher nicht (via twiv).
Außerdem wurde der nächste Titel der Khazan-Macher nach zwei Jahren Entwicklung eingestellt. Das nun eingestampfte “Project EL” hätte beim Gameplay angeblich in die Kerbe von GTA schlagen sollen, aber gleichzeitig eine Fantasy-Story bieten (via gamesradar). Erst kürzlich lobte Nexon-CEO Junghun Lee The First Berserker Khazan. Das Spiel sei ein “Hardcore-Action-Erlebnis, das speziell auf das westliche Publikum zugeschnitten war” und darin durchaus erfolgreich gewesen. Damals blickte er außerdem bereits auf den Release des Titels in China, “was sein langfristiges Potenzial weiter untermauern” würde.
Umstrukturierung bei Nexon – nicht nur Khazan ist betroffen
Bei Nexon gab es zuletzt weitere Veränderungen. Im Februar wurde Patrick Söderlund zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt. Bis dahin war er CEO von Embark Studios, das Nexon mit Arc Raiders zuletzt einen Riesenhit bescherte. “Patrick und ich sind uns völlig einig, was die Umgestaltung von Nexon angeht. Er hat Studios aufgebaut, die besten Fachkräfte der Branche für sich gewonnen und weltweite Blockbuster auf den Markt gebracht”, so Nexon-Chef Lee (via gamesindustry.biz).
Anfang April kündigte Söderlund an, dass einige Nexon-Projekte gestrichen und andere umstrukturiert werden müssten. Söderlund bekräftigte außerdem Lees Initiative, künftig KI zur Effizienzsteigerung einsetzen zu wollen. “Es geht aber eigentlich darum, die Menschen dazu zu ermutigen, intelligentere Abläufe und bessere Werkzeuge zu nutzen und Gewohnheiten abzulegen, die ihnen nicht mehr dienlich sind.” Bis 2018 war Söderlund für die weltweiten Studios von EA zuständig.



