Debatte um Stadtbild erschwert politische Erneuerung
Die aktuelle Debatte um das Stadtbild zieht weiterhin weite Kreise und scheint der Lage im Land einen zusätzlichen Dämpfer zu verpassen. Ein Diskurs, der besser nie aufgekommen wäre, wenn es nach der Meinung vieler geht.
Deutschland scheint in der aktuellen Verfassung nicht auf einen neuen Kurs zu finden, und auch die Regierungsarbeit leidet unter diesem Stimmungsbild. Zunehmend verliert die politische Führung an Rückhalt in der Bevölkerung, während extreme Positionen an Zuspruch gewinnen.
Besonders brisant: Eine neue Umfrage von RTL zeigt, dass Bundeskanzler Friedrich Merz derzeit einen historischen Tiefpunkt in seiner Beliebtheitsskala erreicht hat. Ursprünglich hatte sich der CDU-Vorsitzende vorgenommen, bis zum Sommer einen positiven Umbruch herbeizuführen.
Doch auch der groß angekündigte Reformherbst zeigt bislang noch keine spürbaren Ergebnisse. Statt einem goldenen Herbst der Erneuerung, erlebt das Land gefühlsmäßig einen nebligen November: Die Tage werden kürzer, das Licht weniger, und der Kopf bleibt voller Fragezeichen.

