Dead Space „auf Eis“ – Mitarbeitende hoffen, EA könnte das Kult-Horror-Franchise verkaufen

06. Dezember 2025, 08:14 Uhr · Quelle: DailyGame.AT
Dead Space „auf Eis“ – Mitarbeitende hoffen, EA könnte das Kult-Horror-Franchise verkaufen
Foto: Dailygame
Die Dead Space-Reihe ist bei EA auf Eis gelegt, mit keinerlei Plänen für neue Spiele. Mitarbeiter wünschen sich einen Verkauf, um das Franchise zu retten.

Die Dead Space-Reihe hat in den vergangenen Jahren eine unerwartete Renaissance erlebt. Der von Kritikern gefeierte Dead Space Remake zeigte eindrucksvoll, dass es weiterhin eine große Nachfrage nach atmosphärischem Sci-Fi-Horror gibt. Doch laut neuen Insiderberichten könnte die Franchise nun erneut in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. In der aktuellen Ausgabe des Insider Gaming Weekly Podcast erklärte Co-Host Mike Shaw, dass die Marke intern bei EA als „on ice“ geführt wird. Ein Begriff, der in der Branche meist bedeutet, dass keinerlei aktive Weiterentwicklung stattfindet und vorerst auch nicht vorgesehen ist.

Shaw beschreibt, dass mehrere Quellen übereinstimmend davon sprechen, dass aktuell keine Pläne existieren, Dead Space fortzuführen oder einen neuen Teil zu produzieren. Auch eine Wiederaufnahme der Arbeit am Remake-Nachfolger sei nicht zu erwarten. Seine Aussagen passen zu EAs erstem großen Hinweis: Die leitenden Köpfe hinter dem Remake wurden bereits zu anderen EA-Studios versetzt, darunter Criterion, DICE und Ripple Effect, wo sie nun an Battlefield 6 arbeiten. Dieser Personaltransfer wurde damals eher nüchtern kommuniziert, doch rückblickend könnte er das Signal gewesen sein, dass Dead Space für EA als Marke keine strategische Priorität mehr hat.

Wird Dead Space an einen anderen Publisher verkauft?

Spannend (und zugleich bitter) ist Shaws zweite „Enthüllung“. Er betont zwar, dass diese Haltung nicht von EA-Führungskräften stammt, doch einige Mitarbeitende, die früher an Dead Space gearbeitet haben, würden sich insgeheim wünschen, dass EA die Marke verkauft. Hintergrund ist die mögliche Firmenübernahme, über die zuletzt immer wieder spekuliert wurde. Sollte sie zustande kommen, könnte die neue Eigentümerschaft laut Shaw auf schnellen finanziellen Ausgleich angewiesen sein. Immerhin sei das saudische Konsortium finanziell „fertig“, wenn der Deal mit EA zustande kommt. Ein Marken-Verkauf wäre dafür ein denkbarer, wenn auch drastischer Schritt.

Mit anderen Worten: Einige Angestellte glauben nicht daran, dass EA selbst Dead Space jemals wiederbeleben wird und sehen eine echte Chance auf ein Comeback eher bei einem anderen Publisher oder Studio. Diese Hoffnung zeigt, wie eng das Team emotional noch immer mit der Reihe verbunden ist, aber auch, wie gering die Erwartungen inzwischen gegenüber EA sind.

Dead Space 4-Pitch fand keinen Anklang bei EA

Podcast-Co-Host Tom Henderson brachte daraufhin eine weitere Facette ein, die vielen Fans vielleicht nicht bewusst ist. Selbst Glen Schofield, einer der Schöpfer der Originalspiele und ehemaliger Studioleiter bei Visceral Games, war nach seinem Weggang bei EA nicht in der Lage, Dead Space 4 erfolgreich zu pitchten. Dass selbst der geistige Vater der Reihe scheiterte, unterstreicht, wie radikal EA seine Prioritäten in den vergangenen Jahren verlagert hat.

Henderson verweist auch darauf, wie ungewöhnlich und kompliziert ein IP-Verkauf wäre. Marken wie Dead Space sind wertvoll, aber ihre Entwicklung ist teuer, und die Erfolgsaussichten eines neuen Teils müssten einen massiven Aufwand rechtfertigen. Er stellt die kritische Frage, die jeder potenzielle Käufer stellen würde: „Kann ein neues Dead Space 12 bis 15 Millionen Einheiten verkaufen?“ Eine nachvollziehbare Überlegung, denn trotz der Beliebtheit der Serie ist Dead Space seit jeher eher ein Kritikerliebling als ein Blockbuster-Topseller. Immerhin bekam der Titel auch bei uns die volle Punktzahl: 10 von 10. Nicht zu unrecht.

EA fokussiert sich auf Sport-Spiele und Battlefield

Zusätzlich belastet wird die Situation durch EAs jüngste strategische Entscheidungen. Mehrere Projekte wurden Berichten zufolge gestrichen, darunter auch interne Respawn-Titel und ein Black-Panther-Spiel, während Live-Service-Produktionen immer stärker in den Vordergrund rücken. In einer solchen Unternehmenslandschaft fällt eine atmosphärische, Singleplayer-zentrierte Horrorreihe wie Dead Space zwangsläufig aus dem Raster. Puncto Gewinn kann ein solch ein Titel nicht mit EA Sports FC oder Battlefield (6) mithalten.

Ob EA die Marke tatsächlich verkaufen würde, ist völlig offen. Möglich, aber unwahrscheinlich. Doch selbst wenn Dead Space nicht offiziell gestrichen wurde, spricht derzeit alles dafür, dass Fans in absehbarer Zeit NICHT mit einem neuen Teil rechnen sollten. Der Begriff „on ice“ wird in der Regel nicht verwendet, wenn ein Unternehmen an einer baldigen Wiederbelebung einer Marke arbeitet, vielmehr bedeutet er ein Einfrieren auf unbestimmte Zeit.

Für eine Reihe, die einst genreprägend war, ist das ein ernüchterndes Kapitel. Dass jetzt ausgerechnet EA-Mitarbeitende hoffen, die Franchise könne bei einem anderen Publisher weiterleben, zeigt deutlich, wie wenig Vertrauen intern noch in EAs langfristige Pläne besteht.

Ob Dead Space irgendwann zurückkehrt bleibt abzuwarten. Doch nach diesem Bericht ist klarer denn je: Die Zukunft der Horrorserie ist unsicherer als je zuvor. Schade drum.

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[dailygame.at] · 06.12.2025 · 08:14 Uhr
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