Dax erklimmt neue Höhen - Anleger blicken optimistisch auf 2026
Der deutsche Leitindex Dax schrieb am Montag Wirtschaftsgeschichte, als er im frühen Handel ein Rekordhoch mit 24.825 Punkten erreichte. Diese Euphorie wurde durch positive Erwartungen an die Belebung der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr geschürt. Doch mit fortschreitendem Tag ließ die Dynamik leicht nach, sodass der Dax am Nachmittag ein Plus von 0,70 Prozent auf 24.710 Punkte verzeichnete.
Der MDax, Barometer für mittelgroße Werte, konnte sich ebenfalls leicht verbessern und erreichte 31.041 Punkte, während der EuroStoxx 50 der Eurozone seine bisherige Rekordjagd mit einem Plus von 0,7 Prozent fortsetzte. Die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erneuerung, die von den schuldenfinanzierten Infrastrukturvorhaben und der administrativen Entlastung unter Kanzler Merz beflügelt wird, bot den Anlegern reichlich Anlass zur Zuversicht.
Besonders hervorzuheben ist die starke Performance der Rüstungswerte. Rheinmetall führte die Dax-Gewinner mit einem Anstieg von knapp acht Prozent an. Auch im MDax zeigten sich Rüstungsaktien wie Renk und Hensoldt mit einem Zuwachs von jeweils rund sieben Prozent in bestechender Form. Diese Erholung folgt auf die Einnahmeinbußen des vierten Quartals, die durch geopolitische Spannungen, darunter der anhaltende Ukraine-Konflikt und die wachsende Unruhe zwischen den USA und Venezuela, beeinflusst wurden.
Unsicherheit bleibt das dominierende Motiv an den Finanzmärkten. Analyst Frank Sohlleder von ActivTrades bemerkte dazu treffend, dass geopolitische Instabilitäten das Risikobewusstsein der Anleger sensibilisieren könnten. Besonders die Auswirkungen auf die Ölpreise und die daraus resultierenden Erwartungen an die Inflation sind unter Beobachtung.
Neben den Rüstungsunternehmen glänzten auch Technologiewerte im Licht optimistischer Bewertungsanalysen. Die Aktien von Aixtron stiegen um 2,3 Prozent, während der Halbleiterzulieferer Siltronic im SDax beachtliche 5,7 Prozent zulegte. Suss Microtec konnte sich über ein Plus von 4,3 Prozent freuen. Rückversicherer hingegen standen unter Druck, da Munich Re und Hannover Re Verluste von 1,3 beziehungsweise 1,6 Prozent hinnehmen mussten. Der Grund: eine schwierige Preisgestaltung bei der Vertragserneuerung.

