Euro gibt leicht nach – Warten auf US-Daten beflügelt Devisenmärkte
Der Kurs des Euro hat am Mittwoch im frühen Handel eine leichte Abwärtsbewegung verzeichnet und ist weiter von der Marke von 1,17 US-Dollar abgerückt. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte am Morgen bei 1,1677 US-Dollar und damit geringfügig niedriger als am Vorabend.
Bereits am Dienstag geriet der Euro unter Druck, nachdem die Inflationsrate in Deutschland geringer ausfiel als erwartet. Dies führte zu einem Rückgang vom Tageshoch von 1,1743 US-Dollar. Insgesamt sind die Schwankungen jedoch überschaubar geblieben. Marktanalysten, darunter Experten der Landesbank Helaba, prognostizieren, dass die anstehenden US-Daten am Nachmittag möglicherweise neue Impulse für den Devisenmarkt setzen könnten.
Der Fokus richtet sich dabei insbesondere auf die US-Daten, da die deutschen Arbeitsmarktzahlen und die Verbraucherpreise der Eurozone voraussichtlich keine nennenswerten Bewegungen an den Finanzmärkten hervorrufen werden, so ein Marktkommentar der Helaba. "Das Hauptaugenmerk gilt zunächst dem ADP-Beschäftigungsreport für Dezember in den USA, welcher wichtige Hinweise auf die am Freitag erwarteten offiziellen Beschäftigungszahlen geben wird," erklären die Helaba-Analysten. Ebenfalls von Interesse ist der um 16 Uhr veröffentlichte ISM-Serviceindex, der sich voraussichtlich schwach entwickeln könnte.
In Kombination mit dem jüngst enttäuschenden ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe ergibt sich eine Perspektive eines anhaltend moderaten Wachstums. Dies könnte die Erwartungen auf Zinssenkungen in den USA verstärken, zumal diese derzeit noch wenig ausgeprägt sind.

