Control Resonant zeigt, wie gefährlich The Hiss und The Mold geworden sind – und das ist erst der Anfang
Sieben Jahre sind vergangen, Manhattan liegt in Trümmern, und die paranormalen Kräfte, die Control-Fans bereits kennen, haben sich in etwas Dunkleres, Unberechenbareres verwandelt. Control Resonant setzt dort an, wo der erste Teil aufgehört hat – und laut Remedy Entertainment ist das nur der ruhige Auftakt zu dem, was Dylan Faden erwartet.
The Hiss und The Mold: Vertraute Bedrohungen in neuer Gefährlichkeit
In einem neuen Entwickler-Tagebuch gewähren die Köpfe hinter Control Resonant einen aufschlussreichen Einblick in das Feindesdesign des Spiels. Senior-Animatorin Annika Lehtinen bringt es auf den Punkt: The Hiss und The Mold haben sich weiterentwickelt und sind „deutlich komplexer“ als noch im ersten Teil. Damals bestand die Gegnerschaft hauptsächlich aus menschlichen Feinden mit verschiedenen Waffen – ein Design, das solide funktionierte, aber konzeptionell überschaubar blieb. Im Nachfolger verfolgen die Entwickler einen anderen Ansatz: Beide Fraktionen sollen klar voneinander unterscheidbar sein, optisch wie spielerisch. Kreativdirektor Mikael Kasurinen beschreibt The Hiss und The Mold als „verschiedene paranormale Kräfte, gleich gefährlich, aber mit eigener Identität“ – in ihrer Wirkung auf die Welt, in ihrer visuellen Sprache und in der Art, wie sie Dylan bedrohen.
Kampfrollen, Aggressivität und der Einfluss der realen Welt
Lead-Gameplay-Designer Sergey Mohov ergänzt, dass die Feinde in Control Resonant klare Kampfrollen besitzen und in Grösse sowie Form bewusst variieren. Dieser Designansatz zwingt dich dazu, situativ zu reagieren, die richtigen Werkzeuge zur richtigen Zeit einzusetzen und nicht einfach stur dieselbe Taktik durchzuziehen. Besonders interessant ist dabei eine Aussage von Kasurinen: Die reale Welt scheint einen merkwürdigen Einfluss auf The Hiss und The Mold auszuüben – sie werden dadurch „gewalttätiger, aggressiver und unberechenbarer“. Was genau dahintersteckt, lässt Remedy bewusst offen, liefert damit aber einen faszinierenden narrativen Aufhänger, der Fragen zur Natur dieser Fraktionen neu aufwirft. Kunstdirektor Elmeri Raitanen fügt hinzu, dass The Mold nicht einfach als Symbol einer postapokalyptischen Naturübernahme verstanden werden soll, sondern als dimensionsfremde Bedrohung – eine Entität, die eine ganz eigene, beunruhigende Realität mitbringt.
Die Resonants und die Lücke als Herzstück des Spiels
Neben The Hiss und The Mold treten in Control Resonant auch die sogenannten Resonants als Feinde auf – eine neue Kategorie, die im bisherigen Gameplay-Material bereits für Aufsehen gesorgt hat. Besiegst du sie, kannst du in die Gap zurückkehren, einen metaphysischen Raum in Dylans Innenwelt, und die Resonants in neue Fähigkeiten umwandeln. Dieses System verleiht dem Kampfgeschehen eine zusätzliche strategische Ebene und macht jeden Sieg zu mehr als nur einem Fortschrittsmarker. Control Resonant soll noch 2026 für Xbox Series X|S, PlayStation 5 und PC erscheinen – und angesichts dessen, was Remedy bislang gezeigt hat, dürfte das Warten sich lohnen.


