Control Resonant: Manhattan wird zum Metroidvania-Albtraum – Remedy verspricht massive Gegner-Vielfalt
Remedy Entertainment ist bekannt für sein „Connected Universe“ – spätestens seit Alan Wake 2 wissen wir, dass bei den Finnen alles mit allem zusammenhängt. Während der Vorgänger von 2019 fast ausschließlich im „Oldest House“ spielte, sprengt Control Resonant diese Grenzen. Eine paranatürliche Kraft hat Manhattan überflutet und die Stadt in eine surreale Albtraum-Version ihrer selbst verwandelt. Das Ziel der Entwickler: Eine Welt zu schaffen, die sich „gelebt“ anfühlt, aber völlig aus den Fugen geraten ist.
Manhattan: Mehr als nur eine neue Kulisse
Lead Level Designer Anne-Marie Grönroos erklärt, dass Manhattan im Spiel kein klassisches New York ist. Es ist ein Ort, der von Kräften übernommen wurde, die wir teilweise schon kennen (wie das Zischen/Hiss), aber auch von völlig neuen Entitäten. Das Besondere: Die Welt ist in verschiedene Zonen unterteilt, in denen unterschiedliche Fraktionen um die Vorherrschaft kämpfen.
Das FBC ist nicht mehr die einzige Macht, die versucht, die Lage zu kontrollieren. Diese Dynamik soll für deutlich mehr Abwechslung im Gameplay sorgen, da Spieler zwischen die Fronten der verschiedenen Gruppen geraten können.
Kritik ernst genommen: „Way more creatures“
Einer der größten Kritikpunkte am ersten Teil war die mangelnde Gegnervielfalt. Hier will Remedy massiv nachbessern. Lead Gameplay Animator Annika Lehtinen verspricht „wesentlich mehr Kreaturen“. Und ja, ihr habt richtig gehört: Dazu gehört anscheinend sogar ein besessener Bus.
- Neue Fraktionen: Mehrere Gruppen kämpfen in Manhattan gegeneinander.
- Höhere Gegnervarianz: Fokus auf „kreaturähnliche“ Feinde statt nur schwebender Agenten.
- Motion Capturing: Dank Spezialisten wie Thomas Nielson sollen die Bewegungen der Feinde noch „glitchiger“ und verstörender wirken.
Endgame und New Game Plus
Für alle, die nach dem Abspann nicht aufhören wollen, hat Remedy bereits Details zum New Game Plus (NG+) geliefert. Das System klingt deutlich motivierender als im Vorgänger:
- Vierter Artefakt-Slot: Mehr Möglichkeiten für komplexe Charakter-Builds.
- Neue Ability-Nodes: Zusätzliche Fähigkeiten im Skill-Tree.
- Stärkere Bosse: Die Endgegner im NG+ sind nicht nur „Bullet Sponges“, sondern nutzen neue Taktiken, die eure Strategie fordern.
Wird der Big Apple zum Remedy-Meisterwerk?
Der Wechsel von der strengen, brutalistischen Architektur des Ältesten Hauses in das offene Manhattan ist ein mutiger Schritt. Die Gefahr, dass die dichte Atmosphäre des Originals verloren geht, ist da – doch wenn jemand weiß, wie man surreale Welten baut, dann Remedy. Die Ankündigung, dass wir es mit verschiedenen Fraktionen zu tun bekommen und die Gegnervielfalt massiv steigt, adressiert genau die Punkte, die Fans beim ersten Teil bemängelt haben. Wenn die Story-Qualität auf dem Niveau eines Alan Wake 2 bleibt, könnte Control Resonant das bisher ambitionierteste Werk der Studiogeschichte werden. Wir sind gespannt, ob uns der „Bus-Kampf“ wirklich die Schweißperlen auf die Stirn treibt!


