Control Resonant steckt noch in der Alpha – Remedy plant 60 FPS auf allen Plattformen
Remedy Entertainment hat mit Control eine der eigenwilligsten und faszinierendsten Spielwelten der letzten Jahre erschaffen. Mit Control Resonant will das Studio nun noch größer denken – offener, ambitionierter, weniger auf Nummer sicher. Was aktuell über den Entwicklungsstand bekannt ist, gibt Anlass zur Neugier, aber auch zur Geduld.
Alpha-Stadium und ein offenes Manhattan
Control Resonant befindet sich derzeit in der Alpha-Phase. Ein neues Vorschau-Material von IGN bestätigt, dass die Redaktion bislang keinen zusammenhängenden, ununterbrochenen Spielabschnitt zu Gesicht bekommen hat – was nach dem aktuellen Entwicklungsstand klingt und auf einen Release in der zweiten Jahreshälfte hindeutet. Protagonist ist diesmal Dylan Faden, der durch das paranormal befallene Manhattan kämpft, um die Stadt vor dem Schlimmsten zu bewahren und dabei möglicherweise seine vermisste Schwester Jesse auf die eine oder andere Weise wiederzufinden. Die Welt soll deutlich offener gestaltet sein als im Vorgänger, und Remedy spricht intern von ihrem bisher größten und ehrgeizigstem Projekt – ausdrücklich kein sicherer Nachfolger, der nur das Bekannte variiert.
Northlight-Engine mit spürbaren Verbesserungen
Remedys hauseigene Northlight-Engine, die bereits Alan Wake 2 antrieb und dort für spektakuläre visuelle Momente sorgte, wurde für Control Resonant weiterentwickelt. Konkret verbessert wurden die Sichtweiten und die maximale Anzahl gleichzeitig dargestellter Gegner auf dem Bildschirm – beides Faktoren, die in einer offeneren Spielwelt unmittelbar ins Gewicht fallen. Besonders bemerkenswert ist das angestrebte Ziel von 60 Bildern pro Sekunde auf allen Plattformen. Das ist bei einem Remedy-Titel keine Selbstverständlichkeit: Alan Wake 2 bot auf Konsolen verschiedene Grafikmodi, und es wäre wenig überraschend, wenn Control Resonant ähnliche Optionen bieten würde – zumal die PlayStation 5 Pro zusätzlichen Spielraum für höhere Auflösungen oder Bildstabilität bieten könnte.
Kein sicheres Sequel – sondern ein echter Sprung
Was Remedy mit Control Resonant konzeptionell vorhat, klingt nach mehr als einem bloßen Aufguss der Ursprungsformel. Die Erweiterung auf ein offenes Manhattan, die Verlagerung des Blickwinkels auf Dylan statt Jesse Faden und die technischen Verbesserungen der Engine deuten auf ein Spiel hin, das den ersten Teil als Fundament nutzt, ohne sich daran festzuklammern. Fans der Reihe, die sich fragen, welche Rolle Jesse in alledem spielt, sollten sich auf eine überraschende Antwort gefasst machen – die Andeutungen aus der Vorschau klingen nicht nach einem simplen Staffelstabwechsel. Was genau das bedeutet, wird sich im Laufe des Jahres enthüllen.
Release in der zweiten Jahreshälfte für PS5, Xbox und PC
Control Resonant erscheint für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum steht noch aus, der Release ist für die zweite Hälfte des laufenden Jahres geplant. Angesichts des Alpha-Stadiums bleibt Remedy Zeit, das Spiel in Ruhe zu finalisieren – und wer die Entwicklungsgeschichte des Studios kennt, weiß, dass diese Geduld in der Regel belohnt wird. Alan Wake 2 hat trotz langer Entstehungszeit eindrucksvoll bewiesen, wozu Northlight und Remedys erzählerisches Gespür gemeinsam fähig sind.


