Control Resonant angekündigt – Remedy zeigt Gameplay und neuen Helden
Mit Control Resonant meldet sich Remedy Entertainment eindrucksvoll zurück und öffnet ein neues Kapitel innerhalb seines eigenwilligen, paranatural durchtränkten Universums. Der frisch präsentierte Gameplay‑Trailer zeigt unmissverständlich, dass der Nachfolger von Control nicht bloß an Bekanntes anknüpft, sondern mutig neue Wege einschlägt. Für 2026 angesetzt und geplant für Xbox Series X|S, PlayStation 5 sowie PC, verlagert das Spiel den Fokus weg von Jesse Faden hin zu ihrem Bruder Dylan, der nun gezwungen ist, einer eskalierenden Katastrophe mitten in Manhattan entgegenzutreten.
Ein vertrautes Universum mit neuem Blickwinkel
Nach den Ereignissen rund um das Älteste Haus ist die Bedrohung keineswegs gebannt. Stattdessen hat sich das Unheil ausgebreitet und die Realität selbst ins Wanken gebracht. Manhattan befindet sich im Ausnahmezustand, durchzogen von einer paranaturalten Krise, die Straßen, Gebäude und physikalische Regeln gleichermaßen deformiert. Dylan Faden steht im Zentrum dieses Sturms. Anders als seine Schwester wirkt er rauer, impulsiver und weniger kontrolliert, was dem erzählerischen Ton eine spürbar andere Färbung verleiht. Diese Perspektive macht Control Resonant nicht nur zu einer Fortsetzung, sondern zu einer bewussten Neuinterpretation des bekannten Mythos.
Kampf als Ausdruck innerer Zerrissenheit
Spielerisch spiegelt sich Dylans Charakter deutlich wider. Zwar beherrscht er ebenfalls Telekinese, doch sein Kampfstil setzt stärker auf körperliche Wucht. Im Trailer schleudert er Objekte beidhändig, reißt Trümmer aus der Umgebung und greift sogar zu einem massiven Zweihandhammer, der mehr an rohe Verzweiflung als an elegante Präzision erinnert. Flugfähigkeiten erlauben Gefechte in der Vertikalen, wodurch Auseinandersetzungen eine neue Dynamik erhalten. Das Resultat wirkt direkter, aggressiver und weniger distanziert als zuvor, ohne die typische Remedy‑Atmosphäre zu verlieren.
Atmosphäre bleibt, Struktur wandelt sich
Trotz spielerischer Neuerungen bleibt der unverkennbare Stil erhalten. Surreale Architektur, flackernde Lichter und bedrohliche Klanglandschaften erzeugen erneut dieses Gefühl latenter Unsicherheit, das Control ausgezeichnet hat. Gleichzeitig deutet vieles darauf hin, dass Control Resonant offener strukturiert sein könnte. Die verlagerten Schauplätze außerhalb des Ältesten Hauses eröffnen neue erzählerische Möglichkeiten und geben dem Chaos mehr Raum zur Entfaltung. Manhattan wird nicht bloß Kulisse, sondern aktiver Teil der Bedrohung.
Ein selbstbewusster Schritt nach vorn
Im Vergleich zu kleineren Ablegern wirkt Control Resonant wie ein deutlicher Sprung nach oben. Remedy scheint aus vergangenen Experimenten gelernt zu haben und bündelt nun Erzählkraft, Technik und Gameplay zu einem kohärenten Ganzen. Der neue Protagonist bringt frischen Wind, ohne die Verbindung zur bestehenden Lore zu kappen. Statt reiner Wiederholung entsteht ein Werk, das vertraut wirkt und dennoch überrascht.
Control Resonant hinterlässt den Eindruck eines Spiels, das Risiken eingeht und genau darin seine Stärke findet. Wenn alles nach Plan läuft, könnte dieser Titel nicht nur das Control‑Universum erweitern, sondern es grundlegend neu ausrichten.


