Chagos-Inseln: Großbritannien gibt Souveränität an Mauritius ab
Nach zähen Verhandlungen hat die britische Regierung entschieden, die Souveränität über die Chagos-Inseln an Mauritius zu übertragen. Premierminister Keir Starmer bestätigte die Vereinbarung, die nur die Insel Diego Garcia ausnimmt, da dort ein strategisch bedeutender Militärstützpunkt von Großbritannien und den USA betrieben wird.
Starmer betonte die enorme strategische Bedeutung des Stützpunkts auf Diego Garcia, der mindestens weitere 99 Jahre unter britischer Kontrolle bleiben soll. Dafür ist Großbritannien bereit, eine Milliardensumme zu zahlen.
Der Standort bietet nicht nur einen Flugplatz und Tiefwasserhafen, sondern unterstützt auch das globale Navigationssystem GPS und die Überwachung von Objekten im Weltraum. Zudem beherbergt er Anlagen zur Kontrolle des Nukleartest-Verbots.
Der Übergang der Inseln wurde durch eine Klage verzögert, nachdem eine dort geborene Frau Einspruch erhoben hatte. Der Internationale Gerichtshof und die UN-Generalversammlung haben den Anspruch von Mauritius dennoch unterstützt.
Konservative Politiker in Großbritannien äußerten Bedenken, dies könne den Einfluss Chinas in der Region stärken. Premierminister Starmer verteidigte den Deal, der schätzungsweise 3,4 Milliarden Pfund kosten wird, als einzigen Weg, die Militärbasis langfristig zu sichern.

