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Bunq, N26-Rivale, verzeichnet erstmals Gewinn: Ein Meilenstein in der FinTech-Branche

31. Januar 2024, 09:00 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Niederländische Smartphonebank N26 expandiert in die USA und plant Wachstum in Großbritannien trotz vorherigem Scheitern.

Die Erfolgsgeschichte der niederländischen Smartphonebank Bunq geht weiter: Das Finanz-Start-up konnte im vergangenen Jahr erstmals schwarze Zahlen vorweisen. Mit einem Nettogewinn von 53 Millionen Euro hat das Unternehmen seinen Erfolgskurs fortgesetzt.

Dabei profitierte Bunq sowohl von den gestiegenen Zinsen als auch von einem Anstieg der Einlagen auf fast sieben Milliarden Euro. Die Bank zählt mittlerweile rund elf Millionen aktive Nutzer, von denen mehr als die Hälfte ertragsrelevant ist.

Gegründet wurde Bunq im Jahr 2012 von IT-Unternehmer Ali Nikman, der auch weiterhin an der Spitze des Unternehmens steht. Im Fokus des Fintechs aus Amsterdam steht ein Girokonto, das vor allem über die hauseigene App genutzt wird.

Im Vergleich zum Berliner Konkurrenten N26, der 2013 ins Leben gerufen wurde, schneidet Bunq in Bezug auf die Finanzergebnisse deutlich besser ab. Während N26 im Jahr 2023 einen Verlust von rund 100 Millionen Euro erwartet, konnte Bunq schon jetzt mit einem Drittel der Belegschaft (510 Vollzeitstellen) erfolgreich agieren. N26 hingegen beschäftigt mehr als 1500 Mitarbeiter.

Auch bei der Bewertung liegt N26, eines der wertvollsten deutschen Fintechs, vorne: Während der jüngsten Finanzierungsrunde im Jahr 2021 wurde das Unternehmen mit 7,7 Milliarden Euro bewertet, während Bunq bei seiner ersten externen Finanzierungsrunde im Sommer desselben Jahres auf einen Wert von 1,6 Milliarden Euro kam.

N26 gibt zuletzt an, mehr als acht Millionen Kunden in 24 Ländern zu haben, während Bunq die Zahl seiner Girokonten nicht offenlegt, was einen direkten Vergleich erschwert. Dennoch bietet Bunq im Gegensatz zu N26 weitere Kontotypen an, beispielsweise Sparkonten und über Tricont die Verwaltung von Gruppenausgaben.

Für solche Konten muss keine strenge Identitätsprüfung, das sogenannte "Know Your Customer" (KYC), durchgeführt werden, wie es bei Girokonten vorgeschrieben ist.

Trotz der Expansion in weitere Länder bleibt der Heimatmarkt für beide Unternehmen besonders wichtig. Im Sommer vergangenen Jahres gab Bunq bekannt, dass fast 60 Prozent der Girokonto-Nutzer aus den Niederlanden stammen. Bei N26 machen deutsche Kunden etwa die Hälfte der 4,2 Millionen ertragsrelevanten Nutzer aus.

Bunq hat nun den Antrag auf eine US-Banklizenz gestellt und plant auch in Großbritannien zu wachsen, wo das Unternehmen bereits vor dem Brexit aktiv war. Zudem strebt Bunq eine Lizenz als E-Geld-Institut an, um dort diverse Dienstleistungen eines Girokontos anzubieten, jedoch ohne Einlagengeschäft zu betreiben.

Im Gegensatz dazu hat sich N26 vor zwei Jahren aus den USA zurückgezogen, was 500.000 Konten betraf. Obwohl das Fintech 2019 gemeinsam mit der Partnerbank Axos in den USA gestartet war, hatte es dort keine eigene Banklizenz erworben.

Nach dem Brexit hat N26 auch den britischen Markt verlassen und die Testphase in Brasilien Ende des letzten Jahres beendet. Nichtsdestotrotz wagte die deutsche Smartphonebank Bunq den Sprung in die USA und plant auch weiterhin ihr Geschäft international auszubauen.

Finanzen / Unternehmen
[Eulerpool News] · 31.01.2024 · 09:00 Uhr
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