Bitcoin: Bodenbildung in Sicht? Wichtige Indikatoren zeigen gemischte Signale nach Absturz auf $59.000

Der jüngste Kursrückgang von Bitcoin begann mit einer heftigen Ablehnung bei $82.000 und führte die Kryptowährung bis auf $59.000 am Freitag, was den niedrigsten Stand seit den US-Präsidentschaftswahlen im November 2024 markiert.
Nach diesem schmerzhaften Rückgang befindet sich Bitcoin in einer kritischen Zone, in der langfristige Indikatoren und historische Muster zusammenlaufen. Dies hat zu Diskussionen unter Analysten geführt, ob der Boden nahe ist oder ob ein weiterer Rückgang bevorsteht.
Das Rainbow Chart
Der bekannte Analyst Crypto Rover wies kürzlich darauf hin, dass Bitcoin unter das sogenannte "Rainbow Chart" gefallen ist, was erst das zweite Mal in der jüngeren Geschichte der Fall ist. Dieses langfristige Bewertungsmodell tritt nur unter extremen Marktbedingungen auf.
Das letzte Mal geschah dies während des Bärenmarktes 2022, als Bitcoin auf $15.000 fiel. Für viele langfristige Bitcoin-Investoren signalisiert dies, dass die Kryptowährung stark unterbewertet ist und sich möglicherweise einem Boden nähert. Derzeit bleibt der Kurs jedoch deutlich unter diesem Niveau, auch nachdem er sich von den $59.000 erholt hat.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der 200-Wochen-Exponentielle-Gleitende-Durchschnitt (EMA), den der Analyst CRYPTOWZRD hervorgehoben hat. Historisch gesehen hat dieser als zuverlässige Unterstützung während Bärenmärkten gedient, und in den meisten früheren Zyklen hat Bitcoin entweder auf oder sehr nahe an diesem Niveau seinen Boden gefunden.
Bitcoin testet derzeit diesen Durchschnitt. Sollte es gelingen, darüber zu bleiben und Momentum zurückzugewinnen, könnte dies die These eines Bodens im Bereich von niedrigen $60.000 stärken. Ein klarer Durchbruch nach unten könnte jedoch zu weiteren Verlusten führen und die Korrekturphase verlängern.
Vielleicht noch nicht abgeschlossen?
Rekt Capital verglich die aktuelle Bärenphase mit der von 2022 und stellte fest, dass es eine erhebliche Abweichung von den vorherigen Allzeithochs gibt. 2022 fiel Bitcoin 22% unter das Allzeithoch von 2017, während es derzeit nur 12% unter dem Allzeithoch von 2021 liegt.
Für den Moment bleiben die Signale gemischt. Langfristige Bewertungsmodelle und wichtige technische Niveaus deuten darauf hin, dass Bitcoin sich einem Boden nähert, aber noch nicht dort angekommen ist. Da die Volatilität hoch bleibt, scheint der Markt in eine entscheidende Phase einzutreten, die den nächsten großen Trend bestimmen könnte.

