Ripple-IPO: Branchenexperte prognostiziert möglichen Börsengang

Die Diskussion um einen möglichen Börsengang von Ripple hat neuen Auftrieb erhalten, nachdem Yoshitaka Kitao, CEO von SBI Holdings, einen klaren Zeitrahmen für eine öffentliche Notierung des Unternehmens skizziert hat. SBI Holdings ist einer der größten Anteilseigner von Ripple.
Yoshitaka Kitao, CEO und Präsident von SBI, einem der größten Finanzkonglomerate Japans, äußerte sich kürzlich zu seinen langfristigen Investitionsplänen. Er erklärte, dass er bereit sei, zwischen $626 Millionen und $1,25 Milliarden in Ripple zu investieren, sobald das Unternehmen an die Börse geht.
SBI-CEO: Ripple sollte an die Börse gehen
Die Frage, ob Ripple Labs jemals an einer öffentlichen Börse gehandelt wird, beschäftigt das Unternehmen seit Jahren. Die Führungskräfte von Ripple haben jedoch stets versucht, die Erwartungen an einen Börsengang zu dämpfen.
Auf einer kürzlich in Tokio abgehaltenen Konferenz erklärte Kitao, dass er plant, erheblich in Ripple zu investieren, wenn das Unternehmen an die Börse geht. Er erwähnte, dass das Unternehmen bereit sei, ¥100 Milliarden oder sogar ¥200 Milliarden zu investieren, um alles vollständig abzuschließen.
Interessanterweise fügte der CEO von SBI Holdings hinzu, dass er glaubt, Ripple werde wahrscheinlich in etwa 12 Jahren an die Börse gehen. Diese Prognose deutet auf einen möglichen Börsengang um das Jahr 2038 hin.
Diese Aussage ist von Bedeutung, da Kitao kein entfernter Beobachter ist. SBI ist seit 2016 einer der beständigsten Unterstützer von Ripple und hat gemeinsam mit Ripple Labs die SBI Ripple Asia gegründet, um die Technologie von Ripple für grenzüberschreitende Zahlungsdienste in Asien zu nutzen. SBI hält etwa 9% der Anteile an Ripple Labs und ist damit einer der größten externen Anteilseigner des Unternehmens.
Ripple widersteht weiterhin dem IPO-Druck
Die Diskussionen über einen Börsengang von Ripple haben das Unternehmen seit Jahren begleitet, insbesondere nach dem Ende des Rechtsstreits mit der US-Börsenaufsicht SEC im Jahr 2025. Ripple hat sich seitdem in den Bereichen Verwahrung, Stablecoin-Infrastruktur, Tokenisierung von realen Vermögenswerten und Übernahmen weiterentwickelt.
Dennoch haben Ripple-Führungskräfte betont, dass das Unternehmen keinen überstürzten Börsengang plant. So wies Ripple-CEO Brad Garlinghouse im vergangenen Jahr Gespräche über einen Börsengang zurück und erklärte, das Unternehmen benötige keine externen Finanzmittel.
Auch Ripple-Präsidentin Monica Long erklärte im Januar 2026, dass Ripple weiterhin privat bleiben wolle, da die Bilanz des Unternehmens ausreichend Spielraum für Wachstum ohne Kapitalaufnahme an öffentlichen Märkten biete. Diese Haltung passt zu Ripples jüngster Stärke auf dem privaten Markt, da das Unternehmen Ende 2025 $500 Millionen bei einer Bewertung von etwa $40 Milliarden aufgenommen hatte.

