Bayer spürt Wechselkurs-Wind: Vorsichtige Anpassung der Jahresprognose
Die Bayer AG sieht sich mit einem kräftigen Gegenwind durch ungünstige Wechselkursentwicklungen konfrontiert. Dies verkündete Finanzvorstand Wolfgang Nickl bei der Präsentation der finalen Ergebnisse für das zweite Quartal. Durch die Abschwächung des US-Dollars und nachgebende Währungen in Brasilien und China erwartet der Konzern erhebliche Belastungen für Umsatz und Ergebnis in diesem Jahr. Der zuletzt stark aufgestiegene Aktienkurs von Bayer gab in der Folge um etwa vier Prozent nach. Bereits Ende Juli hatte Bayer einige Eckdaten veröffentlicht und den Ausblick für die um Wechselkurseffekte bereinigte Geschäftsentwicklung für 2025 angehoben. Doch angesichts der Wechselkursentwicklungen zum Stichtag Ende Juni zeigte sich das Unternehmen in Bezug auf den Jahresumsatz vorsichtiger. Demnach dürften die Erlöse im Jahr 2025 auf 44 bis 46 Milliarden Euro wachsen. Zuvor hatte man auf der Basis der Stichtagskurse per Ende März mit 44,5 bis 46,5 Milliarden Euro gerechnet, was bestenfalls nur knapp das Vorjahresniveau von 46,6 Milliarden erreichte. Dennoch hält Bayer an seiner Prognose für das um Sondereffekte bereinigte EBITDA fest, das 2025 weiterhin bei 9,2 bis 9,7 Milliarden Euro liegen soll. Nickl betonte zudem die sorgfältige Beobachtung der Währungseffekte, die auch für das kommende Jahr als bedeutend eingestuft werden.

