Battlefield 6: Entwicklung der Einzelspielerkampagne wohl deutlich hinter Zeitplan / Original-Team aufgelöst
Die Entwicklungskrise rund um den nächsten Teil der Battlefield-Reihe - derzeit unter dem Codenamen "Glacier" geführt - spitzt sich weiter zu. Insbesondere die Einzelspieler-Kampagne scheint wohl deutlich hinter den internen Zeitplänen zurückzuliegen.
Ursprünglich war das auf Story ausgelegte Segment des Spiels beim Studio Ridgeline Games angesiedelt. Nach monatelangem Rückstand und internen Unzufriedenheiten über den Entwicklungsstand wurde das Studio jedoch geschlossen - ohne brauchbare Grundlage für die Nachfolgeteams.
Wie aus einem umfassenden Bericht von Ars Technica hervorgeht, hatten sich bei Ridgeline strukturelle Probleme gehäuft: Fehlende interne Kontrollmechanismen und Umverteilung von Ressourcen erschwerten die Projektarbeit erheblich.
Als schließlich andere EA-Studios wie Criterion, DICE und Motive die Arbeiten übernehmen mussten, war vom ursprünglichen Kampagnenmaterial laut Aussagen aus dem Umfeld "nichts Verwertbares" übrig. Die neue Führungsgruppe startete faktisch bei null, unter Einhaltung des ursprünglich geplanten Veröffentlichungsfensters.
Während klassische Mehrspieler-Modi wie Conquest und Rush bereits in der Alpha-Phase sind, befindet sich die Einzelspielerkampagne offenbar noch im Anfangsstadium. Auch zwischen den beteiligten Studios kam es zu Reibungen. Die kulturellen Unterschiede - insbesondere zwischen dem schwedischen DICE-Team und US-orientierten Managementvorgaben - führten zu Spannungen.
DICE, das Battlefield einst als Innovationsprojekt entwickelte, fühlt sich durch top-down gesteuerte Entscheidungsprozesse aus dem Ausland übergangen. Zugleich lasten auf dem Projekt hohe wirtschaftliche Erwartungen seitens des Publishers EA, nicht zuletzt auch als Folge der enttäuschenden Marktleistung von Battlefield 2042.
Die Zukunft von "Glacier" bleibt angesichts dieser Schwierigkeiten ungewiss, insbesondere im Hinblick auf einen erfolgreichen und pünktlichen Marktstart.

