Analyst warnt vor mehrjähriger Korrektur, da Bitcoin-Liveliness sinkt

Der Entity-Adjusted Liveliness-Indikator von Bitcoin erreichte im Dezember 2025 seinen Höchststand und beginnt nun zu sinken. Dies signalisiert das Ende der Verteilungsphase und den Beginn einer neuen Akkumulationsperiode, die historisch zwischen 1,1 und 2,5 Jahren dauert.
Laut Analyst Axel Adler Jr. deutet dieses On-Chain-Signal darauf hin, dass Investoren sich auf eine längere Marktkorrektur einstellen sollten, anstatt auf eine schnelle Erholung zu hoffen. Allerdings könnte die institutionelle Nachfrage durch ETFs das traditionelle Zyklusmuster verändern.
Übergang von Verteilung zu Akkumulation
In einem Beitrag vom 17. Februar erklärte Adler, dass der Entity-Adjusted Liveliness von Bitcoin im Dezember 2025 einen Wert von 0,02676 erreichte und nun zu sinken beginnt. Dieser Indikator misst das Verhältnis von verbrauchten zu neu geschaffenen Coin-Tagen, wobei Transfers innerhalb desselben Halters herausgefiltert werden.
Adlers Diagramm zeigt, dass frühere Zyklen in den Jahren 2020 und 2022 eine ähnliche Struktur aufwiesen, bei der der Indikator kurz nach den Preis-Höchstständen seinen Höhepunkt erreichte und dann während der Akkumulationsphasen, die 1,1 bis 2,5 Jahre dauerten, sank.
Adler bemerkte, dass der Bitcoin-Preis im Oktober 2025 über $126.000 lag, bevor er um etwa 45% fiel. Er fügte hinzu, dass die Liveliness aufgrund ihrer kumulativen Natur dem Preis hinterherhinkt.
Die aktuellen Werte liegen noch unter den kurzfristigen Durchschnitten, was laut dem Marktbeobachter ein Zeichen für eine frühe Übergangsphase ist, jedoch keine Bestätigung eines vollständigen Trends. Ein weiterer Rückgang des 90-Tage-Durchschnitts unter die 365-Tage-Linie würde den Fall für eine längere Korrekturphase stärken.
Analysten bewerten das Verhalten der Halter und das makroökonomische Umfeld
Trotz der On-Chain-Signale gibt es keine klare Einigkeit darüber, wie schwerwiegend der Abschwung sein könnte. Matt Hougan von Bitwise erklärte in einem kürzlichen Interview, dass der aktuelle Krypto-Abschwung milder sei als frühere Zyklen, wie 2018 oder 2022. Er verwies auf eine stärkere Infrastruktur, das Aufkommen von Krypto-ETFs und die institutionelle Beteiligung an digitalen Vermögenswerten von Firmen wie BlackRock und Apollo.
Der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, sagte, dass die auf der Plattform von kleineren Investoren gehaltenen Guthaben im Februar die im Dezember des Vorjahres verzeichneten Niveaus erreicht oder übertroffen haben. Dies bedeutet, dass Kleinanleger aktiv den Kursrückgang nutzen, obwohl die Marktkapitalisierung von Krypto um etwa 49% von ihrem Höchststand nahe $4,4 Billionen im Oktober 2025 gefallen ist. Der aktuelle Rückgang ist jedoch nicht so stark wie der 88%-ige Einbruch im Jahr 2018 oder der 73%-ige Rückgang im Jahr 2022.
Trotzdem bleiben einige Kommentatoren vorsichtig. Analyst Mippo deutet an, dass die aktuellen Bedingungen sich noch zu einem verlängerten Krypto-Winter entwickeln könnten, da Bewertungen sich an klarere Regulierungen und einen stärkeren Fokus auf Einnahmen anpassen.
Indikatoren, die das Verhalten langfristiger Investoren verfolgen, können dem Gesamtbild zusätzliche Nuancen verleihen. Joao Wedson von Alphractal wies kürzlich darauf hin, dass der Net Unrealized Profit/Loss für langfristige Halter bei etwa 0,36 liegt, was bedeutet, dass sie insgesamt noch im Gewinn sind. Laut ihm begannen große Rallyes historisch erst, nachdem dieser Wert negativ wurde, wenn selbst geduldige Halter Verluste erlitten.

