Aktivierung ehemaliger NVA-Soldaten: Ein kontroverses Thema
Die kürzlich aufgeflammte Debatte um die Einbindung ehemaliger Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) in die Bundeswehr wird mit gemischten Gefühlen betrachtet. Elisabeth Kaiser, Ostbeauftragte und SPD-Politikerin, äußerte Zweifel an diesem Vorschlag.
Sie betont, dass die Altersstruktur der potenziellen Reservisten sowie das Fehlen moderner Schulungen seit der Wiedervereinigung 1990 problematisch seien. Dieser Gedanke wurde von Dietmar Bartsch, Politiker der Linken, ins Spiel gebracht und von Sepp Müller, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Unionsfraktion, erneut aufgegriffen.
Müller sieht in ehemaligen NVA-Angehörigen eine potenzielle Unterstützung für die Landesverteidigung und plädiert für spezielle Schulungsprogramme für diese Gruppe, die er Heimatschützer nennt. Der Einigungsvertrag erlaubt es bislang jedoch nicht, ehemalige NVA-Mitglieder als Reservisten zu reaktivieren, es sei denn, sie waren seit der Wiedervereinigung aktiv in die Bundeswehr integriert.
Diese Diskussion zeigt die Herausforderungen auf, die mit einer solchen Aktivierung verbunden sind, und öffnet den Dialog über innovative Ansätze zur Stärkung der Verteidigungsbereitschaft Deutschlands.

