Investmentweek

500.000 Dollar Gehalt: Ex-OpenAI-CTO entfacht Goldrausch in der KI-Branche

03. Juli 2025, 16:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Mira Murati zahlt für ihre neue Firma Thinking Machines Lab Rekordgehälter an Top-Talente – noch bevor ein einziges Produkt auf dem Markt ist. Der KI-Wettlauf eskaliert zur Gehaltsschlacht.

Silicon Valley im Ausnahmezustand

Thinking Machines Lab ist noch kaum bekannt, doch hinter den Kulissen tobt bereits ein Machtkampf um die besten Köpfe der KI-Branche.

Die Gründerin: Mira Murati, ehemalige Technikchefin von OpenAI, eine der Schlüsselfiguren hinter ChatGPT. Ihr neues Unternehmen existiert erst seit wenigen Monaten – doch bei den Gehältern hat es bereits sämtliche Konventionen gesprengt.

Gehaltsexplosion vor dem ersten Produkt

Laut offiziellen H-1B-Visa-Daten, die US-Firmen bei der Einstellung ausländischer Fachkräfte einreichen müssen, zahlt Muratis Startup Basisgehälter von bis zu 500.000 US-Dollar. Ein Machine-Learning-Spezialist, der als Mitgründer gelistet ist, erhält 450.000 Dollar im Jahr.

Zwei weitere Tech-Mitarbeiter: ebenfalls je 450.000. Das allein wäre schon bemerkenswert. Doch Experten gehen davon aus, dass diese Summen nur die Spitze des Eisbergs sind – denn Boni und Aktienpakete sind in den Zahlen nicht enthalten.

KI als Prestigefrage – Meta, OpenAI & Co. ziehen nach

Zum Vergleich: OpenAI zahlt seinen Tech-Profis im Schnitt „nur“ rund 292.000 Dollar. Anthropic liegt bei knapp 388.000. Bei Meta soll man laut Branchenberichten mittlerweile sogar mit 100-Millionen-Dollar-Boni auf Talentjagd gehen.

Was früher nur bei Hedgefonds denkbar war, ist heute Realität im KI-Sektor: Entwickler sind heißer begehrt als je zuvor – und offenbar bereit, für siebenstellige Angebote den Arbeitgeber zu wechseln.

Muratis Plan: Rekrutierung vor Produktentwicklung

Noch hat Thinking Machines Lab nichts öffentlich vorgestellt. Kein Modell, kein System, keine Anwendung.

Trotzdem hat Murati binnen weniger Monate eine Reihe von KI-Schwergewichten aus dem OpenAI-Kosmos eingesammelt: John Schulman (ChatGPT-Cocreator), Alec Radford (KI-Forscher), Barret Zoph (ebenfalls an ChatGPT beteiligt), Bob McGrew (ehemaliger OpenAI-Chefforscher) – die Liste liest sich wie das „Who’s Who“ der KI-Szene.

Die Message ist klar: Hier wird nichts dem Zufall überlassen.

2 Milliarden Dollar für ein Versprechen

Wer so zahlt, muss auch liefern – oder zumindest den Eindruck erwecken, bald zu liefern. Laut Business Insider soll Thinking Machines Lab bereits 2 Milliarden US-Dollar an Risikokapital eingeworben haben, bei einer Bewertung von 10 Milliarden.

Eine atemberaubende Summe für ein Unternehmen ohne fertiges Produkt. Doch in der KI-Branche scheint nicht mehr zu zählen, was man macht – sondern mit wem. Und wie schnell.

Der Preis der Talentjagd

Kritiker warnen längst vor einer Blase. Nicht jede Firma mit Milliardenbudget, KI-Fantasie und spektakulären Neueinstellungen wird am Ende auch liefern. Und nicht jedes KI-Talent bleibt dauerhaft loyal, wenn der nächste Headhunter mit neunstelliger Unterschriftsprämie lockt. Der Markt ist nervös – und zunehmend irrational.

Pause bei Bewerbungen – Überangebot oder Überforderung?

Auf ihrer Website hat Thinking Machines Lab kürzlich die Bewerbungsfunktion deaktiviert. Offiziell kommentiert das Startup nichts. Doch Brancheninsider spekulieren: Ist das Team bereits voll? Oder ringt man intern noch mit Strukturfragen, weil das Wachstum schneller war als die Organisation?

Mira Murati – das stille Mastermind

Murati selbst meidet die Öffentlichkeit. Seit dem OpenAI-Eklat Ende 2023 – als sie für wenige Tage als Interimschefin agierte – hält sie sich bedeckt. Doch ihre Personalpolitik spricht eine deutliche Sprache.

Murati will beweisen, dass sie nicht nur Technik versteht, sondern auch Unternehmertum. Wer die besten Köpfe zuerst holt, kann vielleicht auch das beste Produkt liefern.

Finanzen / Reichtum
[InvestmentWeek] · 03.07.2025 · 16:00 Uhr
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