World of Warcraft: Midnight macht Add-ons wie DBM & Details überflüssig
Der Game Director von World of Warcraft, Ion Hazzikostas, hat bestätigt, was viele bereits vermuteten: Die kommende Erweiterung Midnight wird noch mehr beliebte Funktionen, die bisher von Add-ons bereitgestellt wurden, als feste Bestandteile ins Spiel integrieren. Diese Ankündigung setzt einen Trend fort, den Blizzard bereits mit Dragonflight eingeschlagen hat, und verdeutlicht die Bestrebungen, die Abhängigkeit der Spielerschaft von Drittanbieter-Tools drastisch zu reduzieren. Während der Gamescom Opening Night Live bekamen wir einen ersten Blick auf die elfte Erweiterung des MMO-Giganten, die uns nicht nur in überarbeitete Zonen wie Quel’thalas und Zul’Aman führt, sondern mit Harandar und dem Voidstorm auch gänzlich neue Gebiete präsentiert. Neben der Einführung der Haranir als verbündetes Volk und der neuen „Devourer“-Spezialisierung für Dämonenjäger, sind es jedoch die tiefgreifenden Systemänderungen, die für Aufsehen sorgen.
Wenn Modifikationen zur Grundlage werden
Obwohl Blizzard bereits erhebliche Anstrengungen unternommen hat, die grundlegende Benutzeroberfläche von World of Warcraft zu modernisieren, sind die Entwickler noch lange nicht am Ende ihrer Pläne. Hazzikostas und der Associate Game Director Paul Kubit gaben auf einem Gamescom-Panel tiefere Einblicke in die geplanten Anpassungen. So sollen populäre Modifikationen wie Deadly Boss Mods und Details als direkte Vorlage für kommende Boss-Timer und Schadensanzeigen dienen. Die Zeitmesser für Bossgegner werden dir künftig anzeigen, wann ein Angriff bevorsteht und wo du dich positionieren solltest. Gleichzeitig verschaffen Schadensmeter den Schlachtzugsleitern ein klareres Bild über die Schadensleistung ihrer Gruppe. Hazzikostas erklärte zudem, dass Midnight weitere Anpassungsoptionen für Namensplaketten mit sich bringen wird. Diese sollen klar ersichtlich machen, welche Stärkungs- und Schwächungszauber auf einem Ziel aktiv sind und welche Angriffe unterbrochen werden sollten.
Ein zugänglicheres Azeroth für alle
Das erklärte Ziel dieser Features für die neue Erweiterung sei es, den Abenteurern alle notwendigen Informationen während des Kampfes zur Verfügung zu stellen, ohne dass sie sich auf ein externes Add-on verlassen müssen. Neben den Änderungen an der Benutzeroberfläche erklärte der Game Director, dass sich Blizzard auch darauf konzentrieren werde, das Spielerlebnis für neue und zurückkehrende World of Warcraft-Veteranen spürbar zu verbessern. So wird ein spezieller Modus hinzugefügt, der Wiedereinsteigern eine Möglichkeit gibt, sich wieder zurechtzufinden. Dieses Erlebnis für Rückkehrer ist darauf ausgelegt, WoW-Fans sanft in den Haupt-Gameplay-Loop zurückzuführen, ohne die überwältigenden Gefühle, die ein volles Inventar oder ein langes Questlog mit sich bringen können. Wer die geplanten Features selbst testen möchte, kann sich seinen Platz in der kommenden Beta durch die Vorbestellung der Epic Edition von Midnight sichern. Azeroths nächste Evolutionsstufe steht bevor.

