Wintersturm-Chaos legt weite Teile der USA lahm
Ein heftiger Wintersturm hat in den Vereinigten Staaten eine Spur von Chaos und Stillstand hinterlassen. Rund eine Million Menschen mussten am Sonntag temporär ohne Strom auskommen. Reisende und Einwohner sehen sich weiterhin mit widrigen Wetterbedingungen konfrontiert, die zu Beginn der Woche vor allem im Süden, Mittleren Westen und an der Ostküste der USA spürbar sind.
Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist laut Behördenangaben von den extremen Wettereinflüssen betroffen. In vielen Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen, um schneller Hilfsmaßnahmen mobilisieren zu können. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, zuhause zu bleiben.
Auf den Flughäfen, wie dem Reagan-Flughafen in Washington, zeigt sich ein ungewohntes Bild: verwaiste Schalter und gestrichene Flüge. Auf den Straßen ist ebenfalls kaum jemand zu sehen; die wenigen Autos gefährden sich auf den vereisten Fahrbahnen. Die Szenen ähneln den leeren Straßen zu Zeiten der Corona-Pandemie.
Bereits am Wochenende waren zahlreiche Stromkunden entlang der Ostküste und im Süden von Versorgungsunterbrechungen betroffen. Die Last des Schnees auf den Leitungen sowie umstürzende Bäume sind häufige Ursachen. Tragischerweise starben in Louisiana zwei Männer an Unterkühlung.
Der Wintersturm beeinflusst zudem die Sportwelt: Die NBA sagte zwei Spiele ab, da es den Teams nicht möglich war, rechtzeitig zum Spielort zu gelangen. Gleichzeitig zeugen fröhlichere Bilder von der Widerstandsfähigkeit der Menschen: In New York und Washington erfreuen sich Einwohner an Wintersportaktivitäten, von Schlittenfahren bis Skifahren.
Während die Wetterbedingungen teilweise Freude bereiten, bleibt die Lage ernst. Warnungen des Nationalen Wetterdienstes vor Eisregen und Glätte bestehen weiterhin, und es wird prognostiziert, dass der Sturm zum Wochenbeginn die Ostküste in Richtung Atlantik verlässt.

