Wein als Geldanlage

Gewinnbringende Sammlerstücke wie Münzen oder Goldschmuck sind vielen Leuten bekannt. Doch auch in Wein kann sinnvoll investiert werden. Momentan kann mit Spitzenweinen sogar ein höherer Gewinn erwirtschaftet werden als mit verzinsten Aktien. Gemeint sind dabei etwa edle italienische Weine wie der Amarone della Valpolicella (siehe Amarone Wein) oder exklusive Tropfen aus dem Bordeaux und keine Billigware aus der Kaufhalle. Um später einen Gewinn zu erzielen, muss zuvor aber erst investiert werden.
Welche Weine bringen Geld?
Gewinnbringende Etiketten sind nur beschränkt zu finden. Supermarktweine können gleich übersprungen werden. Auch bei einer langen Lagerung ist deren Wert nicht steigerungsfähig. Als lohend gelten zum Beispiel einige Bordeaux-Weine aus Frankreich oder exklusive Spitzenweine aus Italien oder dem Nappa Valley in Kalifornien. Nennenswerte Namen sind Château Pétrus, Bartolo Mascarello, Biondi Santi, Giuseppe Quintarelli und viele mehr.
Weine mit Reifezeit
Für die Wertanlage sollten die Weine ihre Reifezeit noch nicht vollendet haben. Durch die lagerungsbedingte Reifung nimmt der Warenwert zu. Später kann eine gewinnträchtige Veräußerung erfolgen. Um selbst kein Minusgeschäft zu machen, ist ein grundlegendes Wissen in der Weinwelt notwendig, welches Weinverkostungen und Fachzeitschriften vermitteln oder Sommeliers und eingefleischte Weinliebhaber.
Wie setzt sich der Weinpreis zusammen?
Beeinflusst wird der Weinpreis von:
- Angebot und Nachfrage.
- den 50-100 Weinpunkten, welche der Weinexperte Robert Parker verleiht.
- der Londoner Weinbörse Liv-ex. Hier werden nur Weine aufgeführt, welche mindestens 95 Punkte auf der Parkerischen Skala besitzen.
Einige der berühmtesten gewinnträchtigen Weine sind Bordeaux-Weine. Doch auch deutsche Sorten mit dem Namen „Große Gewächse“ oder mit der Bewertung des Restaurantleiters Gault-Millau eignen sich. Letzten Endes kommt es auf die Brand dahinter an. Wie exklusiv ist der Wein? Wie gut war der Jahrgang? Wieviel produziert das Weingut von diesem Wein?
Rendite mit Wein erzielen
Mit einem Bordeaux ist schon nach 12 Monaten eine Preissteigerung von bis zu 100 % möglich. Wichtig ist, dass der Bordeaux beim Erwerb noch jung ist. Befindet sich das edle Getränk noch im Holzfass, benötigt der Weinfreund eine schriftliche Berechtigung. Mit dieser kann der Wein später richtig gekauft werden.
Manche französischen Weine erfahren erst nach drei Jahren eine Freigabe. Doch der Vorabkauf ist preislich günstig. Zum Auslieferungstermin kann sich der Preis schon verdoppelt haben. Leider kann aber auch die Qualität enttäuschend ausfallen oder sich die Preise negativ entwickeln.
Kultsorten und spezielle Weine
Qualitative Kultweine existieren nicht nur in Europa, sondern werden auch von australischer oder amerikanischer Seite angeboten. Im europäischen Raum sind besonders die Toskana und das Piemont bekannte Weinlieferanten von Topweinen mit Prestigefaktor. Auch mit nicht ganz erstklassigen Weinen kann ein finanzieller Gewinn erzielt werden, etwa mit dem deutschen Riesling Smaragd. Zudem ist ein preisgünstiger Erwerb möglich, wenn Wein-Sammler ihr Sammelgut bei einer sogenannten Kellerauflösung verkaufen.
Lagerung des Sammelguts
Spitzenweine, zum Beispiel edle italienische Weine wie Amarone della Valpolicella von Romano Dal Forno zu erwerben ist ein Thema. Ein anderes Thema ist ihre risikofreie Lagerung. Die Reifezeit beträgt oft einige Jahrzehnte. Wo ist diese Zeit über Platz für das sensible Investment? Wichtig sind auf alle Fälle eine konstante Temperatur von 12-17 °C, eine Luftfeuchtigkeit von ca. 70 % und Dunkelheit. Wein möchte zudem liegend reifen (doch das ist umstritten). Zum Vermeiden eines muffigen Aromas ist ab und zu frische Luft mit Stoßlüftungen wichtig. Wird die Lagerung nicht ernst genug genommen, führt dies zu einer geringeren Wertsteigerung.
Kann kein geeigneter Lagerplatz gefunden werden, ist als Ersatz das Lagern in einem Weinschrank, in einer Weinbank oder beim vertrauten Weinhändler möglich.
Wie leicht zu erkennen ist, ist eine Geldanlage mit Wein besonders für Weinkenner gar nicht so schwer. Insbesondere nicht, wenn man einen guten Kontakt zu einem Weinhändler aufbauen kann – und das ist schnell bewerkstelligt!
Interesse geweckt? Dann einfach ausprobieren und edlen Amarone Wein erwerben, lagern, den Marktpreis beobachten und gewinnbringend veräußern.

