Wall Street: Banken belohnen Aktionäre großzügig
Angesichts regulatorischer Unsicherheiten hielten sich die größten Banken der Wall Street in den vergangenen Jahren mit Kapitalrückzahlungen zurück. Doch nun konnten sich die Aktionäre über die höchsten Dividenden und Aktienrückkäufe seit drei Jahren freuen.
Den sechs größten US-Banken gelang es, den Aktionären über 100 Milliarden Dollar in Form von Dividenden und Rückkäufen zukommen zu lassen. Dies ist der höchste Anteil der Gewinne, den die Unternehmen seit der Covid-19-Pandemie an Investoren ausgeschüttet haben.
Einige Manager planen für 2025 sogar noch umfangreichere Ausschüttungen. Citigroup verabschiedete sich von ihrer vorsichtigen Strategie und präsentierte ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 20 Milliarden Dollar, um die Forderungen der Anleger zu erfüllen.
Auch JPMorgan Chase sieht aufgrund überschüssigen Kapitals Chancen für zusätzliche Rückkäufe, wie der CFO Jeremy Barnum erklärte. Diese Rückkäufe steigern den Wert der verbliebenen Aktien und vergrößern den Anteil jedes Investors am Unternehmen.
Die gestärkten Ausschüttungspläne sind ein Anzeichen für ein Ende der strengeren Regulierungswellen, die im Jahr 2021 ihren Höhepunkt erreichten. Die Trump-Regierung plant, die Kapitalanforderungen zu lockern, was den Banken mehr Spielraum für Ausschüttungen schaffen könnte.
Goldman Sachs CEO David Solomon erwartet in den kommenden Jahren einen neuen Ansatz, der den Banken erlauben könnte, mehr Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Diese Optimierung der Basel III Bestimmungen könnte einen Wendepunkt für die Branchenriesen darstellen.
Auch Citigroup CEO Jane Fraser bekräftigte die Absicht, die Ausschüttungen an die Aktionäre zu erhöhen, da strengere Regulierungen vorerst kein Thema mehr sind.

