Wall-Street-Analyst bleibt optimistisch für Bitcoin und prognostiziert Erholung

Analyst zeigt Zuversicht trotz Preisvolatilität
Während der Markt hinsichtlich der kurzfristigen Entwicklung von Bitcoin (BTC) gespalten bleibt, hält ein Wall-Street-Analyst an seiner optimistischen Prognose fest. Andrew Jeffrey, Fintech-Equity-Analyst bei William Blair, äußerte in einem Interview mit CNBC, dass die jüngsten Preisschwankungen seine langfristige Überzeugung in Bezug auf Bitcoins Erholung und zukünftigen Wert nicht ändern.
Bitcoin startete das Jahr stärker als das vierte Quartal 2025, mit einem Anstieg von etwa 5 %, bevor es nach einer scharfen Rallye mehr als 2 % wieder abgab. Jeffrey erklärte, dass das Verhalten von Bitcoin die Natur eines noch unreifen Vermögenswertes widerspiegelt. Trotz einer Marktkapitalisierung von über $1,9 Billionen wird etwa ein Drittel des gesamten Angebots von einer kleinen Gruppe von Wallets kontrolliert, geschätzt auf rund 2 Millionen.
Diese Konzentration des Angebots führt laut Jeffrey zu Instabilität, insbesondere in Zeiten von Marktstress. Er fügte hinzu, dass neue Käufer, insbesondere Kleinanleger, die über ETFs einsteigen, oft weniger Überzeugung haben und bei Abschwüngen eher verkaufen. Diese Verkäufe können sich selbst verstärken und zu stärkeren Rückgängen führen. Jeffrey sieht die aktuelle Umgebung als allgemein risikoscheu, betont jedoch, dass er diese Phase für vorübergehend hält.
Der Analyst ist der Ansicht, dass Bitcoin zunehmend als Wertspeicher wahrgenommen werden wird und möglicherweise die Rolle von Gold in dieser Kategorie herausfordern könnte. Derzeit ist die Marktkapitalisierung von Gold etwa 15-mal größer als die von Bitcoin. Jeffrey machte jedoch deutlich, dass er Bitcoin nicht als dominantes Zahlungsmittel sieht. Stattdessen seien Stablecoins wie Circle's USDC besser für Transaktionen geeignet.
Bitcoin als Leitwährung für den Kryptomarkt
In dem Interview mit CNBC sprach Jeffrey auch über das nachlassende Interesse an Bitcoin, während neuere Krypto-Geschichten Aufmerksamkeit erregen. CNBC äußerte Bedenken, dass Bitcoin als "alte Nachricht" wahrgenommen wird, da die Preise stagnieren und das Interesse sich auf spannendere Entwicklungen bei Unternehmen wie Ripple verlagert.
Jeffrey antwortete, dass die kurzfristige Preisentwicklung von Bitcoin durch die Psychologie der Investoren getrieben wird, während die langfristige Performance eine andere Geschichte erzählt. Er hob hervor, dass Bitcoin in den letzten zehn Jahren der weltweit am besten performende Vermögenswert war und Investoren diese Perspektive beibehalten sollten.
CNBC stellte auch die Frage, ob das Wachstum des Kryptomarktes ohne Bitcoin an der Spitze möglich sei. Der Wall-Street-Analyst antwortete, dass es sehr schwierig wäre, nachhaltige Gewinne im Kryptomarkt zu erzielen, ohne dass Bitcoin an vorderster Front steht.

