Volkswagen kürzt Investitionen: Kursverluste bei deutschen Autobauern
Die Aktien von Volkswagen erlitten am Freitagnachmittag einen Rückschlag, nachdem ein Medienbericht über geplante Investitionskürzungen das Vertrauen der Anleger erschütterte. Ursprünglich mit minimalen Verlusten von unter 0,9 Prozent gestartet, rutschten die Papiere im Tagesverlauf um bis zu 2 Prozent ab. Auch die Anteile der sportlichen Tochtergesellschaft Porsche AG sowie der Beteiligungsgesellschaft Porsche SE wurden in Mitleidenschaft gezogen und verloren bis zu zwei Prozent ihres Wertes. Im Vergleich dazu blieben die anderen Autobauer im DAX, Mercedes-Benz und BMW, mit leichten Verlusten weitestgehend stabil.
Der Auslöser für die Verkaufswelle war ein Bericht der 'Wirtschaftswoche', der über eine brisante Vorstandssitzung bei Volkswagen informierte. In dieser Runde hatte der Finanzvorstand Arno Antlitz die Absicht geäußert, die Investitionen erheblich zu reduzieren, was unter den Anwesenden auf heftige Kritik stieß. Besonders die Hauptmarke VW soll bis 2030 deutlich von den Kürzungen betroffen sein, was die Erreichung der gesteckten Renditeziele gefährden könnte. Auch die Premium-Marke Audi bleibt den Einschnitten nicht verschont. Ein geplanter Standort in den USA wurde im aktuellen Investitionsplan nicht berücksichtigt, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete.

